Praxis für Politik auch in diesem Jahr mit BA-Mitgliedsunternehmen

Wie in jedem Jahr hat der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft e.V. (BDWi) auch in 2024 das Projekt „Praxis für Politik“ mit seinen Mitgliedsverbänden durchgeführt. Dabei erhalten Politikerinnen und Politiker aus ihren Parlamenten heraus realistische Einblicke in die Arbeit ihrer Wählerinnen und Wähler. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier nutzen dies gerne, um in ihren Wahlkreisen Sorgen und Nöte, aber auch positive Rückmeldungen aufzunehmen.

Dieses erfolgreiche Format hat sich seit Jahren auch in unserer Branche etabliert. Regelmäßig öffnen die BA-Mitgliedsbetriebe ihre Türen und laden interessierte Politikerinnen und Politiker zu einem „Schnupperpraktikum“ in ihre Spielhallen und Gastronomiebetriebe ein.

In diesem Jahr waren es zwei Betriebe – ein Betrieb aus  Bayern und ein Betrieb aus Nordrhein-Westfalen. Bei beiden Gesprächen standen neben den rechtlichen Rahmenbedingungen vor allem die allgegenwärtige Verbreitung des illegalen Glücksspiels und dessen negative Folgen im Mittelpunkt.

Nachfolgend eine kleine Bildergalerie mit Kurzberichten  von den beiden Gesprächsterminen.

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Hacker (FDP) besuchte am 22. Oktober 2024 eine Spielhalle des bayerischen Automatenunternehmerpaars Ismail und Ute Gök im fränkischen Ebelsbach. An dem Termin nahm auch Luisa Ehrhardt, BA-Referentin für Politik und Kommunikation, teil. Ismail und Ute Gök sind bereits seit 1998 erfolgreich als Automatenunternehmerin und Automatenunternehmer in Spielhallen und der Gastronomieaufstellung tätig. Beide waren beim Gespräch vor Ort und konnten souverän und überzeugend über ihre Arbeit berichten. Es war unschwer zu erkennen, dass hier mit Herz und Sachverstand hervorragende Arbeit geleistet wird.

Hacker interessierte sich vor allem für die Vorgaben der Spielverordnung. So ließ er sich die Funktionsweise der Geldspielgeräte vorführen und informierte sich über die Maßnahmen zum Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz. Der sympathische Aufstellunternehmer Gök machte unmissverständlich deutlich, welche negativen Auswirkungen die Ausbreitung illegaler Glücksspielangebote hat. Die daraus resultierenden wirtschaftlichen und sozialen Probleme machen dem engagierten Unternehmerpaar massiv zu schaffen. Hier ist die Politik gefordert!

Am 28. Oktober 2024 besuchte der Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer MdB (CDU) eine Spielhalle des nordrhein-westfälischen Automatenunternehmers Wilhelm Jansen, der seinen Betrieb bereits seit 1977 führt. Der authentische Unternehmer konnte seine Anliegen deutlich machen. Er machte keinen Hehl daraus, mit welchen Schwierigkeiten die Aufstellbetriebe heute zu kämpfen haben. Insbesondere der Kostendruck (Energie, Personal, Steuern und Abgaben) und die gesetzlichen Auflagen sind so massiv, dass das Unternehmen nur mit größter Mühe wirtschaftlich am Leben gehalten werden kann. Neueinsteiger, so Jansen, hätten kaum eine Chance, sich am Markt zu behaupten. Glücklicherweise wird Jansen tatkräftig von seinem Sohn Moritz unterstützt, der bereits mit Anfang 30 voll in das Familienunternehmen eingestiegen ist, den Betrieb von der Pike auf kennt und gewissenhaft weiterführen wird.

Bei diesem Spielhallenbesuch und dem anschließenden Gespräch waren zudem Franz Einhaus, Vorstandsmitglied Deutscher Automaten-Verband e.V. (DAV) und Marcel Fischer, BA-Referent für Politik und Kommunikation, vor Ort. Letzterer hatte den Termin auch vorbereitet.

Beide Unternehmen öffneten ihre Türen und trugen damit einerseits dazu bei, die Branche und die positiven Facetten des gewerblichen Geldspiels transparent darzustellen. Andererseits bot der Besuch der Spielhallen auch die Gelegenheit, die Sorgen, Nöte und Herausforderungen der Branche und ihrer Betriebe zu vermitteln.

Sie wollen Ihren Betrieb auch vorstellen und sind am Projekt „Praxis für Politik“ interessiert? Dann lassen Sie es uns wissen. Wir vereinbaren einen Termin und unterstützen Sie gerne bei der Vorbereitung des Besuchs.

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