Diskussion im SWR 2 – Spielhölle statt Spielhalle. Wie gut ist das neue Glücksspielrecht?

Der BA-Vizepräsident und Mitglied des erweiterten Vorstands des Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V., Dirk Fischer, hat in einer gestern ausgestrahlten Ausgabe des SWR2 FORUM den neuen Glücksspielstaatsvertrag 2021 diskutiert.

Mit in der Runde waren Prof. Dr. Tilman Becker (Leiter Forschungsstelle Glücksspiel, Universität Hohenheim) und Ilona Füchtenschnieder (Drogenberaterin und Vorsitzende des Fachverbands Glücksspielsucht) sowie die Moderatorin Marion Theis.

Die Teilnehmer*innen der Diskussionsrunde tauschten sich zu den Regelungen des neuen Glücksspielstaatsvertrags aus, der heute in Kraft getreten ist. Dirk Fischer begrüßte, dass nun eine einheitliche Regelung zur Regulierung des Glücksspiels vorliegt. Einige der Ansätze, wie beispielsweise die Einführung einer länder- und spielformübergreifenden Sperrdatei, hat die Automatenbranche bereits seit Jahren gefordert. Es ist vernünftig, dass die Politik dies nun einführt.

Er wies allerdings auch auf einige Probleme des Glücksspielstaatsvertrags hin. Gerade in Ländern wie Baden-Württemberg befürchtet er aufgrund der Aufrechterhaltung der Mindestabstandsregelungen zwischen Spielhallen einen Wegfall von bis zur 80 Prozent aller Standorte. Dies wird nicht nur zu einem Rückgang staatlicher und kommunaler Steuereinnahmen im dreistelligen Millionenbereich nach sich ziehen sondern auch dafür sorgen, dass tausende Arbeitsplätze verloren gehen und viele Spielgäste in illegale Angebote abwandern.

Tilman Becker und Ilona Füchtenschnieder brachten besonders Aspekte der Suchtprävention in die Diskussion mit ein. Auch sie begrüßten viele Ansätze des Glücksspielstaatsvertrages, in einigen Aspekten wie der Werbung gehen den Suchtforscher*innen die Regulierungen aber nicht weit genug.

Die sehr hörenswerte Diskussion finden Sie als Audio-Datei auf der Seite des SWR 2 unter folgendem Link.

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