Deutschlandweiter Aktionstag gegen Glücksspielsucht jährt sich heute zum elften Mal

Heute wird der jährliche, bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht begangen. Gemeinsam weisen die 16 Bundesländer und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Suchthilfesystems mit verschiedenen Aktionen und öffentlichen Demonstrationen auf die Risiken des übermäßigen Konsums von Glücksspielangeboten hin. Der Aktionstag gegen Glücksspielsucht findet bereits seit elf Jahren, immer am letzten Mittwoch im Monat September statt.

Schon seit vielen Jahren ist Prävention, Spieler-, Jugend- und Verbraucherschutz von essentieller Bedeutung im täglichen Geschäft der Aufstellunternehmerinnen und Aufstellunternehmer, bspw. durch das Führen von Sozialkonzepten oder das regelmäßige Schulen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Spielhallen und gastronomischen Betrieben.

Auch in den Branchenverbänden wird Präventionsarbeit stetig weiterentwickelt. So hat der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) im Rahmen der Qualitätsinitiative eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht, bei der die Qualität im Sinne des Schutzes der Spielgäste im Fokus liegt. Und auch der Dialog mit den beteiligten Akteuren und Institutionen wird kontinuierlich vorangebracht, bspw. im Rahmen der Präventionstage, die einen offenen und ehrlichen Austausch zwischen Anbietern und Hilfesystem ermöglichen und in denen man die Gemeinsamkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit auslotet.

Der BA setzt sich für gesetzliche Rahmenbedingungen ein, welche die Wirtschaftlichkeit der Betriebe auf der einen Seite, anderseits aber auch einen effektiven Spielerschutz gleichermaßen fokussieren. Gleichzeitig sind der Gesetzgeber und die vollziehenden Behörden gefragt, denn wenn das Spiel zunehmend unattraktiver wird und illegale Angebote ohne Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz sich ohne Gegenwehr ausbreiten können, gibt es keinen Schutz für Spielerinnen und Spieler.

In diesem Zusammenhang dürfen wir Sie auf die nachfolgende Pressemitteilung des Bayerischen Automaten-Verband e.V. (BAV) zum Aktionstag gegen Glücksspielsucht aufmerksam machen.

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Aktionstag gegen Glücksspielsucht: BAV steht für professionelle Aufklärungs- und Präventionskultur

Neuötting – Am 29. September 2021 findet der bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht statt. Der Bayerische Automaten-Verband e.V. (BAV) setzt sich mit einem umfassenden Qualitätskonzept engagiert für eine nachhaltige Präventionskultur ein.

Seit über 10 Jahren findet der Aktionstag gegen Glücksspielsucht statt, mit dem Ziel, eine breite Öffentlichkeit zu diesem wichtigen Thema zu informieren. Denn ein problematisches oder pathologisches Spielverhalten hat nicht nur für den Spieler, sondern auch für sein gesamtes Umfeld gravierende Folgen – im beruflichen, privaten, finanziellen und psychischen Bereich. Umso wichtiger sind professionelle Aufklärungs-, Früherkennungs- und Präventionsmaßnahmen.

Der Bayerische Automaten-Verband e.V. (BAV) setzt sich seit vielen Jahren für eine starke Informations- und Präventionskultur in Bayern ein. Bereits Anfang 2013 entwickelte er in Kooperation mit dem Bayerischen Innenministerium das „Betriebliche Sozialkonzept“, in dem auch die Anforderungen der Landesstelle Glücksspielsucht berücksichtigt wurden. Im Sozialkonzept sind exakt die Vorgaben zu allen Präventionsmaßnahmen definiert, die in Spielhallen und Gaststätten umgesetzt werden müssen. Im Zentrum stehen die Themen Jugendschutz, Spielerschutz und Datenschutz. Spielhallenbetreiber müssen die Umsetzung des Sozialkonzepts dokumentieren und alle 2 Jahre beim Landratsamt einreichen.

„Unsere gesellschaftliche Verantwortung für unsere Spielgäste nehmen wir sehr ernst.“ sagt Andy Meindl, 1. Vorsitzender des BAV. „Wir setzen hier auf ein umfassendes Qualitätskonzept, in dem die Themen Prävention und maximaler Jugend- und Spielerschutz höchste Priorität haben. So sind wir z.B. gesetzlich verpflichtet, unsere Mitarbeiter nicht nur professionell zu schulen, sondern darüber hinaus deren regelmäßige Weiterbildung zu gewährleisten. In unserem Dienstleistungsberuf spielt das Personal eine enorm wichtige Rolle, man muss gerne mit Menschen arbeiten und ein feines Gespür für Menschen haben. Deshalb legen wir höchsten Wert auf gut ausgebildete Mitarbeiter. Bemerkt das fachkundig geschulte Personal bei einem Gast ein problematisches Verhalten, kann es sofort professionell reagieren und dem Spieler u.a. kompetente Betreuung sowie die Zuführung zum Hilfesystem anbieten.“

Qualitätsmerkmal Zertifizierung

Eine weitere wichtige Säule ist die Zertifizierung der Betriebe. Denn Zertifizierung steht für unabhängig geprüfte Qualität. Deshalb treibt der BAV seit vielen Jahren die Einhaltung klar definierter Qualitätsstandards konsequent voran. Denn Unternehmen, die die Umsetzung zahlreicher Qualitätskriterien belegen (u.a. professionellen Spielerschutz, Präventionsschulungen, Sozialkonzept), bieten dem Verbraucher ein sicheres, legales und geprüftes Angebot, das sich klar von illegalen Anbietern unterscheidet. In Bayern sind bereits rund 85 Prozent aller Spielhallenstandorte zertifiziert und der BAV setzt sich unermüdlich dafür ein, dass die Zahl noch steigt. Und trägt mit diesen Pfeilern engagiert zu einer wirksamen Suchtprävention bei.

Für maximale Qualität, Sicherheit, Prävention und Spielerschutz im gewerblichen Spiel – der am strengsten gesetzlich regulierten Spielform in Deutschland.

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Darüber hinaus finden Sie in der Anlage dieses BAdirekt auch ein Rundschreiben des Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V. (FGA). Hier werden die Gastronomie-Aufstellunternehmerinnen und

-aufstellunternehmer erneut für eine Vielzahl von Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutzmaßnahmen sensibilisiert. Beispielsweise verweist der FGA auf die Online-Schulung zur Früherkennung problematischen und pathologischen Spielverhaltens, die speziell für Gastronominnen und Gastronomen konzipiert wurde. Diese finden Sie hier: https://gastro-aufstellung.de/.

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