Bundeswirtschaftsminister legt neue Konjunkturprognose der Bundesregierung vor

Die Bundesregierung bildet zweimal im Jahr im Rahmen der sogenannten Frühjahrs- und Herbstprojektionen die kurz- und langfristige Wirtschaftsentwicklung  sowie das Produktionspotenzial der deutschen Volkswirtschaft ab.

Diese Projektionen bilden dabei die Grundlage für die Schätzungen des Steueraufkommens. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen orientieren sich bei der Aufstellung ihrerHaushalte an den projizierten gesamtwirtschaftlichen Eckwerten.

Am gestrigen Mittwoch hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Herbstprojektion2024 vorgestellt. Demnach bleibt die für dieses Jahr erwartete wirtschaftliche Trendwende weiterhin aus.

Die wirtschaftliche Rezession der Bundesrepublik Deutschland setzt sich auch in diesem Jahr mit einem Minus von 0,2 Prozent fort. Erst im kommenden Jahr wird mit einer Erholung der Wirtschaftsleistung in Höhe von 0,8 Prozent gerechnet. Für das Jahr 2026 wird wieder ein moderates Wachstum von 1,3 Prozent erwartet.

Dennoch gibt sich der Bundeswirtschaftsminister optimistisch und verweist darauf, dass die konjunkturellen Risiken bereits heute sinken. So werde beispielsweise laut Europäischer Zentralbank (EZB) das Ziel von einer Inflationsrate in Höhe von 2 Prozent bereits zum Ende des Jahres 2024 erreicht. Aber auch anstehende Lohnabschlüsse, vor allem im Niedriglohnsektor, sorgen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger wieder mehr Mittel für den wichtigen Konsum im Land zur Verfügung haben.

Dennoch lässt sich festhalten: Die Stimmung in der Wirtschaft ist mehr als nur getrübt und der deutsche Mittelstand steht unter enormem Druck und muss mehr denn je entlastet werden. Ein nationaler Plan für Bürokratieabbau, Investitionsförderung und wachstumsfördernde Strukturreformen ist dringend erforderlich, denn der Mittelstand bildet das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, ist wichtiger Arbeitgeber und Innovationstreiber und trägt damit wesentlich zur wirtschaftlichen Stabilität des Landes bei.

Wenn Sie Interesse an den detaillierten Eckwerten der Herbstprojektion 2023 haben, finden Sie diese hier. Zur Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) folgen Sie diesem Link.

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