BDWi warnt Ampel-Koalition vor Inflationsrisiken

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft e.V. (BDWi) meldet sich regelmäßig für die Interessen der Dienstleistungsbranche zu Wort. In einer Pressemitteilung vom 06. November 2021 werden die Verantwortlichen der derzeitigen Ampel-Koalitionsverhandlungen dazu aufgerufen, die akuten Inflationsgefahren im Blick zu haben und keineswegs zu unterschätzen.

Im BDWi sind zwanzig Branchen der Dienstleistungswirtschaft aus über 100.000 größtenteils mittelständischen Unternehmen vertreten. Der BA ist Gründungsmitglied des Verbandes und mit BA-Präsident Thomas Breitkopf auch im Präsidium des Verbandes vertreten.

In der Pressemitteilung bezieht sich BDWi-Präsident Michael H. Heinz dabei besonders auf Pläne der Ampelkoalitionsparteien, den Mindestlohn anzuheben und den CO2-Preis zu Zwecken des Klimaschutzes zu erhöhen. Hierbei, so Heinz, besteht die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale, die die Inflation auf Kosten der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland weiter antreiben könnte.

Den genauen Wortlaut entnehmen Sie bitte nachfolgenden Ausführungen sowie der beigefügten Pressemitteilung (Anlage).

 

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Inflation – Ampel muss eine Lohn-Preis-Spirale in Deutschland verhindern

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) warnt die neue Bundesregierung davor, die Inflationsrisiken zu unterschätzen. Einen politischen Mindestlohn in Höhe von 12 Euro lehnt der BDWi ab.  

„Die Inflation ist ein unsichtbarer Elefant, der bei den Koalitionsverhandlungen der Ampel mit im Raum steht. Ein höherer Mindestlohn und Kostensteigerungen durch Klimaschutz heizen die Inflation weiter an“, erklärt BDWi-Präsident Michael H. Heinz.

„Einen Anstieg des allgemeinen Mindestlohnes um mehr als 20 Prozent innerhalb eines Jahres wird nicht ohne Einfluss auf alle darüber liegenden Lohngruppen bleiben. Bereits jetzt wird die ansteigende Inflation in den laufenden Tarifverhandlungen berücksichtigt“, so Heinz.

„Was für die Löhne gilt, gilt auch für die Klimaschutzpolitik. Ein höherer CO2-Preis führt bei den Leuten ebenfalls zu höheren Ausgaben und indirekt zu höheren Lohnforderungen. Hohe Klimaschutzinvestitionen in kurzer Zeit schlagen in Anbetracht von Knappheiten bei Rohstoffen und Arbeitskräften direkt auf die Preise durch“, warnt Heinz.

„Darum müssen die Inflationsrisiken von der Ampel berücksichtigt werden. Die Anhebung des Mindestlohnes sollte über die gesamte Legislaturperiode gestreckt werden. Die Anhebung des CO2-Preises sollte vorerst ausgesetzt werden. Knappheiten müssen bei staatlichen Investitionsanreizen berücksichtigt werden, damit sie eben nicht direkt zu höheren Preisen führen. Außerdem wäre es sinnvoll, einen Falken und keine Taube für die Weidmann-Nachfolge bei der Bundesbank zu nominieren. Die EZB muss ihre Nullzins-Strategie dringend überdenken, auch wenn das einigen Mitgliedsstaaten der EU nicht gefällt. Ansonsten wird die Zeche für deutsche Sparer immer höher“, fordert Heinz.“

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Der BA schließt sich diesen Forderungen ausdrücklich an. Gerade in diesen wirtschaftlich kritischen Zeiten muss vermieden werden, dass die Existenz vieler kleiner und mittlerer Unternehmen von explodierenden Kosten bedroht wird.

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