BDWi fordert niedrigere Lohnsteuern anstatt höherer Lohnersatzleistungen

Im Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft e.V. (BDWi) sind zwanzig Branchen der Dienstleistungs-wirtschaft aus über 100.000 größtenteils mittelständischen Unternehmen vertreten.

Der BA ist Gründungsmitglied des Verbandes und mit BA-Präsident Thomas Breitkopf als Vizepräsident des BDWi, auch personell stark im Präsidium des Verbandes vertreten.

Der BDWi meldet sich regelmäßig für die Interessen der Dienstleistungsbranche zu Wort, weißt auf Fehlentwicklungen hin und schafft Kommunikationswege, um Anliegen unserer Mitgliedsunternehmen an die Entscheider in der Politik zu übermitteln.

In einer Pressemitteilung vom 26. Juli 2022 positioniert sich der Verband in der aktuellen Debatte zu den kürzlich durch den Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgestellten Eckpunkten des neuen Bürgergeldes sowie den Steuersenkungsvorschlägen von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).

Den genauen Wortlaut der Pressemitteilung entnehmen Sie bitte den nachfolgenden Ausführungen.

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BDWi fordert niedrigere Lohnsteuern anstatt höherer Lohnersatzleistungen

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) kommentiert die Debatte zu den Bürgergeld-Eckpunkten von Arbeitsminister Heil und den Steuerabsenkungsvorschlägen von Finanzminister Lindner. Trotz der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise leiden viele Betriebe und Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel.

„Wir brauchen keine höheren Lohnersatzleistungen. Wir brauchen niedrigere Lohnsteuern, die für mehr Netto vom Brutto sorgen“, fordert BDWi-Präsident Michael H. Heinz.

„Mit dem Anstieg des Mindestlohnes verschieben sich auch die darüberliegenden Lohngruppen nach oben. Damit werden viele Jobs attraktiver. Nur entsteht durch die Einkommensteuer ein gegenläufiger Effekt. Der Anstieg der Belastung durch Steuern ist in diesem Lohnbereich besonders spürbar. Wenn dann noch die Lohnersatzleistungen deutlich angehoben werden, verpufft der Arbeitsmarkteffekt. Die Bundesregierung hat entgegen aller ordnungspolitischer Vernunft in die Tarifautonomie eingegriffen. Nun darf sie nicht auch noch die positiven Auswirkungen ihrer falschen Politik konterkarieren. Viel besser wäre es, mit einer Anhebung des Grundfreibetrages und einer Abflachung des Tarifverlaufs dafür zu sorgen, dass die höheren Löhne bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ankommen“, so Heinz.

 

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Der BA schließt sich diesen Forderungen ausdrücklich an. Auch die Betriebe der Automatenwirtschaft erleben einen akuten Fach- und Arbeitskräftemangel, der letztlich auch die Bereitstellung legaler und sicherer Glücksspielangebote in den Spielhallen und gastronomischen Betriebe der organisierten Automatenunternehmerinnen und Automatenunter gefährdet.

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