JHV des DAV

Jahreshauptversammlung des Deutschen Automaten-Verband e.V. in Essen –
Informativ und nah am Mitglied

Der diesjährigen DAV-Jahreshauptversammlung ging ein Workshop zum Thema Vergnügungssteuer voraus. Viele Aufstellunternehmer konnten sich im Vorfeld über Möglichkeiten der eigenen Aktivitäten gegen die Erhöhung der Vergnügungssteuer informieren. Frau RAin Caroline Wassen und Herr RA Michael Eulgem, Geschäftsführer und Justitiar des Deutschen Automaten-Verband e.V. (DAV), präsentierten umfangreiche Informationen zu dieser Problematik, die für alle Aufstellunternehmer sehr wichtig ist. Mit diesem Service orientiert sich der DAV ganz nah an den Interessen seiner Mitglieder.

Nach einer Mittagspause, die die Unternehmer nutzten, um sich untereinander auszutauschen, wurde die Versammlung pünktlich um 14:00 Uhr von Herrn Hartmann eröffnet.

Zu Beginn der Versammlung wurde, wie auch auf der Herbstversammlung des DAV im Oktober 2014, der Karl-Besse-Preis verliehen. In diesem Jahr ging der Preis an den Gelsenkirchener Amigonianer Orden, der sich durch besonderes soziales und gesellschaftliches Engagement hervorgehoben hat.

Anschließend wurden traditionsgemäß Aufstellunternehmer, für ihre 40- und 25-jährige treue Mitgliedschaft im DAV mit einer Goldenen bzw. Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.
Das Unternehmen Esser Automaten GmbH & Co. KG, Grevenbroich, nahm vor Ort die Goldene Ehrennadel entgegen. Von den 25-Jährigen empfingen die Firmen: Wolfgang Bünzow Münzautomatenbetriebs OHG, Köln, Schintze Automatenservice, Essen, sowie Spielplans F. Budde, Dortmund, ihre Auszeichnungen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Versammlung wurde durch das Thema “Zukunftsfähige Spielhalle“ bestritten. Hierzu referierten Franz Einhaus speziell zu den Spielhallen und Freddy Fischer zur Gastronomieaufstellung.
Einhaus forderte die ganze Branche auf, an ihrer Glaubwürdigkeit zu arbeiten. Dies gelingt nur durch vorbildliches Arbeiten. Er motivierte in seinen Ausführungen die Unternehmer, sich den politischen Anforderungen zu stellen und ging hierbei auch auf die Anfang des Jahres in der Presse veröffentlichten Manipulationsvorwürfe ein. „Wenn wir die Zukunft mitgestalten wollen, dann müssen wir uns deutlich gegen illegales Spiel stellen.“, so Einhaus.
Ferner berichtete er von einem im Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen durchgeführten Workshop zum Thema „Zukunftsfähige Spielhalle“, zu dem der Gewerberechtsreferent  Christian Siebert, eingeladen hatte. Hierbei waren Mitarbeiter verschiedener Ressorts sowie die Top-Akteure der Branche vertreten. Der Austausch erfolgte vor allem zu betriebswirtschaftlichen Aspekten, Jugend- und Spielerschutz/Verbraucherschutz, Zertifizierung, und dem Vollzugsdefizit.
Im Anschluss an die Ausführungen wurden aus dem Mitgliederkreis Fragen zur Spielersperre diskutiert.

Freddy Fischer stellte in seinem Vortrag Zahlen zur Gastronomie in Nordrhein-Westfalen vor. Er hob hervor, dass es für die Gastronomieaufstellung sowohl branchenintern als auch seitens der Politik eine Reihe von Problemen gibt. „Es wirken starke politische Kräfte, die sich massiv gegen die Gastronomieaufstellung richten.“, so Fischer. Warnend stellte er sich gegen das Komplettverbot der Gastronomieaufstellung. „Das Verbot würde sich auch auf Spielhallen übertragen.“, so Fischer. Dabei ist durch die neue Spielverordnung ganz klar geregelt, dass ab dem 01. März 2016 die Geräte in der Gastronomie nur noch mit „Karten“, den personenungebundenen gerätebezogenen Identifikationsmitteln, bespielt werden dürfen. Auch hob er hervor, dass es wichtig sei, klare Begrifflichkeiten innerhalb der Branche und gegenüber der Politik zu nutzen.
Fischer, neben seiner Tätigkeit im DAV-Vorstand, selbst aktiv in der Interessengemeinschaft Gastronomieaufstellung( IgG), äußerte sich positiv zur Arbeit des Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V. (FGA). „Hiermit hat der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) Flagge gezeigt und in seinen Strukturen, speziell für den Gastronomieaufsteller mit konkreten Problemen, Interessenvertreter installiert.“
In der anschließenden Diskussion meldete sich auch der engagierte Unternehmer und FGA-Justitiar, RA Jörg Schintze, zu Wort.

Ein weiteres aktuelles und wichtiges Thema – die Zertifizierung – wurde von der Geschäftsführerin des BA, Simone Storch, vorgetragen. Hierzu gab es in den letzten Monaten verschiedene Meldungen und manche Verwirrung ist entstanden. Storch dazu: “Es ist Zeit, um etwas Licht in das Dunkel zu bringen – zumal die Zertifizierung mittlerweile nicht mehr ein theoretisch zwischen den Verbänden diskutiertes Thema ist, sondern ganz praktische Relevanz für alle Aufstellunternehmer – und damit auch für Sie – gewonnen hat.“ Sie ging in Ihrem Vortrag drei Fragen nach: Was ist eigentlich eine Zertifizierung? Wie ist der aktuelle Sachstand? – dabei ging sie speziell auf die Zertifizierung TÜV InterCert Saar sowie die des TÜV Rheinland ein – und schließlich stellte sie stellvertretend für die Unternehmer die Frage: Lohnt sich die Zertifizierung für mein Unternehmen?

Anschließend wurden die Verbandsformalien in gewohnt korrekter Weise vorgetragen, wie der Kassenberichts, so dass schließlich der Vorstand aus dem Geschäftsjahr 2014 entlastet werden konnte.

Alle wichtigen Verbandsthemen finden die Mitgliedsunternehmer auch in dem ausführlichen und wirklich informativen Jahresbericht des DAV.

Unter Verschiedenes warb Hartmann für den Betriebsvergleich. Dieser ist ein kostenfreies Instrument für die Mitglieder der BA-Mitgliedsverbände, um informative betriebswirtschaftliche Schlussfolgerungen für ihre Unternehmen zu ziehen.

Schließlich warb Hartmann für den diesjährigen Summit – Kongress der Deutschen Automatenwirtschaft, der am 09. Juni 2015 stattfinden wird. Der Summit bietet in diesem Jahr 10 Panels, in denen ausgewiesene Experten verschiedene Aspekte der gewerblichen Automatenwirtschaft beleuchten. Es konnten zudem wieder renommierte Referenten für die gesamte Veranstaltung gewonnen werden.

Zum Ende der Versammlung stellte er das neue, modern gestaltete DAV-Logo vor, dass die Verbandspolitik sichtbar nach außen tragen wird.

Eine gelungene Veranstaltung!

Mit freundlichen Grüßen

Simone Storch
Geschäftsführerin

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
+49 30 726255-00
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