Zwischen Tradition und Zukunft

Zwischen Tradition und Zukunft – Mitgliederversammlung des Fachverband Gastronomieaufstellunternehmer e.V. (FGA).

Am 06. November 2014 verwandelte sich das Atrium des Verbändehaues Handel –Dienstleistung – Tourismus am Weidendamm im Herzen von Berlin in ein Zentrum der Gastronomieaufstellung. Der Fachverband Gastronomieaufstellunternehmer e.V. (FGA) hat zur Mitgliederversammlung geladen und konnte rund 70 Mitglieder sowie interessierte Unternehmer aus ganz Deutschland willkommen heißen. Diese erwartete ein informatives Programm an Vorträgen, Diskussionen und Workshops.

Kurz nach 11 Uhr eröffnete RA Jörg Schintze, 1. Vorsitzender des FGA, die Versammlung und begrüßte die ca.. 70 Teilnehmer recht herzlich. Auch Andy Meindl, Präsident des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA), brachte in seinem Willkommensworten die Freude zum Ausdruck, dass so viele Gäste trotz des Bahnstreiks den Weg nach Berlin gefunden haben. Einen großen Bogen von der gesellschaftlichen Wahrnehmung der Automatenbranche bis hin zu den aktuellen Herausforderungen durch die gesetzlichen Regulierungen schlug RA Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes des Dachverbandes „Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.“ (DAW), in seinem Grußwort. Dabei ging Stecker auf die besonderen Probleme der Gastronomieaufstellung ein. „Die Aufstellung in der Gastronomie ist besonders wichtig, weil unsere Mitmenschen hier in ihrem Alltag auf die Automaten treffen und dadurch Vorurteile abgebaut werden können“, so Stecker.

In einem interessanten Vortrag ging Jörg Schintze auf soziokulturelle Hintergründe des gewerblichen Automatenspiels ein, bevor er zusammen mit Anton Schmid von psmtech die Einzelheiten der neuen Spielverordnung sowie ihre Auswirkungen auf die Gastronomieaufstellung erläuterte. Von besonderem Interesse für die Aufstellunternehmer waren dabei die verschiedenen Übergangsfristen sowie die unterschiedlichen Fristen des Inkrafttretens. Hierzu konnten die Referenten Fragen aus dem Auditorium beantworten. Anton Schmid schloss seine Ausführungen mit dem optimistischen Ausblick, den Spielgästen auch in der Zukunft interessante und unterhaltsame Spiele anbieten zu können.

Sabine Dittmers-Meyer, Vorstandsmitglied des FGA sowie 1. Vorsitzende des Nordwestdeutschen Automaten-Verband e.V., stellte anschließend  Eckpunkte des Jugend- und Spielerschutz in der Gastronomie vor. Zusammen mit ihren Vorstandskollegen des FGA erläuterte sie die geplante Zertifizierung, die auch für Gastronomieaufsteller Anwendung finden soll. Flankiert wurde dieser Beitrag durch Ergänzungen zum Sozialkonzept von Grit Giebelhausen von der AWI. „Erfüllen Sie das Sozialkonzept auch in der Gastronomie mit Leben, nur so stärken wir unsere Glaubwürdigkeit“, appellierte der FGA-Vorstand an die Versammlungsteilnehmer.

Nach der Mittagspause stand die Neuwahl des Vorstandes des FGA auf der Tagesordnung. Jörg Schintze ließ die bisherige Arbeit des FGA Revue passieren  und stellte sich weiter für die Vorstandsarbeit und juristische Beratung zur Verfügung, während er allerdings nicht mehr für den 1. Vorsitzenden kandidierte. Stattdessen schlug er im Namen des bisherigen FGA-Vorstandes Thomas Kiessling, Schatzmeister des Bayerischen Automaten-Verband e.V., als neuen 1. Vorsitzenden vor. Einstimmig folgten die Mitglieder diesem Wahlvorschlag. Auch die weiteren Wahlgänge, souverän geleitet durch BA-Justitiar RA Stephan Burger, konnten schnell über die Bühne gebracht werden und zeugten von einer großen Einigkeit innerhalb des Verbandes. Der um zwei Beisitzer erweiterte Vorstand des FGA setzt sich nun wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender:

Thomas Kiessling (Automaten Kiessling)

2. Vorsitzender: 

Michael Stang (Karl Stang GmbH)

Schatzmeister:

Georg Koselka (Paul Burger GmbH)

Beisitzer:

Sabine Dittmers-Meyer (Hermann Dittmers GmbH)

 

Jens Lorenzen  (Truck Treff GmbH)

 

Markus Schackman (Markus Schackmann Automatenaufstellung)

 

RA Jörg Schintze (Schintze Automatenservice)


Nach der Vorstandswahl wartete der Höhepunkt der ganztägigen Veranstaltung auf die Teilnehmer: Eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion, moderiert von Christine Kroke, Pressereferentin bei der DAW. Auf dem Podium nahmen RA Jürgen Benad, Geschäftsführer im DEHOGA Bundesverband, Jens Lorenzen, Geschäftsführer der Truck Treff Gesellschaft zur Aufstellung münzbetriebener Geräte mbH, Prof. Dr. Gerhard Meyer, Leiter der Bremer Fachstelle Glücksspielsucht, RA Jörg Schintze, RA Georg Stecker sowie Angelika Syring, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen (AGS) in der Berliner SPD, Platz.  In dieser kurzweiligen Stunde wurde die traditionell gewachsene Verbindung zwischen Automatenwirtschaft und Gastronomie beleuchtet, die drohenden Konsequenzen in Folge der Automatenreduzierung in der Gastronomie thematisiert sowie eine Ausblick auf die Zukunft der Gastronomieaufstellung gewagt. Für regen Diskussionen sorgten hier die Ausführungen von Prof. Meyer zu den Gefahren des Automatenspiels. Jedoch musste auch der bekannte Experte für Glücksspielsucht anerkennen, dass in der Gastronomie die soziale Kontrolle des Spielers gegeben ist.

Abgerundet wurde die Versammlung durch zwei Workshops zu den unternehmenspraktischen Themenfeldern Mindestlohn und Vergnügungssteuer, die von RA Stephan Burger und RA Jörg Schintze gehalten wurden. Hier bot sich für die Teilnehmer noch einmal die Gelegenheit, Fragen zu stellen und konkrete Beispiele aus ihrem Unternehmensalltag im Kollegenkreis sowie mit den Referenten zu erörtern.

Während der einzelnen Veranstaltungsblöcke hatten die Versammlungsteilnehmer die Gelegenheit, die zahlreichen Stände der Aussteller im Atrium des Verbändehause zu besuchen und mit den Herstellern von Geldspielgeräten sowie Partnern der BA-Service GmbH ins Gespräch zu kommen und sich über neue Angebote zu informieren.

Die FGA-Mitgliederversammlung war zweifelsfrei ein Höhepunkt in der noch sehr jungen Fachverbandsgeschichte. Thomas Kiessling, der neue Vorsitzende, versicherte abschließend: „Wir werden uns mit  Herz und Verstand dafür einsetzen, dass unsere Betriebe noch nach 2017 hinaus erfolgreich arbeiten!“.

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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