Herbstversammlung DAV

Herbstversammlung des Deutschen Automaten-Verband e.V.  – Ausführliche Mitgliederinformation und Verleihung des Karl-Besse-Preises.

Am 21. Oktober 2014 fand in Essen die Herbstversammlung des Deutschen Automaten-Verband e.V. (DAV) statt. Kurz nach 14:00 Uhr eröffnete Vorstandsmitglied Horst Hartmann die Versammlung. Informative Stunden und eine historische Preisverleihung erwarteten die Teilnehmer.

Doch zunächst zu den Sachthemen.
RAin Caroline Wassen informierte die Mitglieder mit einem umfangreichen Vortrag über die neuen Regelungen zum Mindestlohn. Ab 01. Januar 2015 gilt ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde. Frau Wassen machte den Unternehmern deutlich, welche Vorkehrungen sie für die korrekte Handhabung der Arbeitsverträge zu treffen haben. Dabei führte sie auch aus, was bei Überstunden oder der Zahlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld zu beachten ist. Die Mitgliedsunternehmer des DAV erhielten im Nachgang zur Präsentation noch ein ausführliches Handout für den persönlichen Gebrauch und zum Nachlesen der einzelnen Punkte.

Ebenso relevant für die Unternehmenspraxis waren die Ausführungen von RA Michael Eulgem, dem Geschäftsführer und Justitiar des DAV, zur Sechsten Verordnung zur Änderung der Spielverordnung. Dabei ging er auf die Änderungen in den entscheidenden Vorschriften der Spielverordnung ein. Interessant waren hier für die Unternehmer vor allem die aufstellerrelevanten Änderungen, die am Tag nach der Verkündung unmittelbar in Kraft treten. Die Spielverordnung beinhaltet unterschiedliche Übergangsfristen und Fristen des Inkraftretens, die RA Eulgem den Mitgliedern verständlich erläuterte.

Horst Hartmann, der Schatzmeister des DAV, führte anschließend äußerst informativ die Grundsätze zum Datenschutz und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen aus. Er appellierte an die Unternehmer, hier mit äußerster Sorgfalt vorzugehen und sich mit der Organisation der Kassenführung intensiv zu befassen. Klare Organisationsstrukturen und ordnungsgemäße Handhabung sind hier besonders geboten. Die Automatenwirtschaft ist eine bargeldintensive Branche und darum steht sie im Fokus der Finanzverwaltung. Korrekte Buchung und Protokollierung sollten für jeden Unternehmer eine Selbstverständlichkeit sein.

Die Geschäftsführerin des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA), Simone Storch, nutzte die Gelegenheit, in einem „Bericht aus Berlin“ aktuelle Entwicklungen in der Verbändelandschaft der deutschen Automatenwirtschaft sowie die Arbeit des Bundesverbandes vorzustellen. Storch ging auf die Dynamik ein, die in der Verbändelandschaft durch die Gründung des Dachverbandes „Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.“ (DAW) entstanden ist und rief zur Unterstützung des Sprechers des Vorstandes der DAW, RA Georg Stecker, auf. Aufgabe des BA dabei ist es, die Ressourcen der Mitgliedsverbände zu einer schlagkräftigen Einheit zu bündeln. Neben der Sachthemen- und Gremienarbeit stand in den letzten Monaten beim BA das Themenfeld Kommunikation im Mittelpunkt. Storch stellte den Mitgliedern die neue BA-Facebook-Seite vor und motivierte die Versammlungsteilnehmer, die Seite auch aktiv für den Austausch untereinander zu nutzen. Darüber hinaus appellierte sie an die Unternehmer, den Kontakt mit Politikern zu suchen und damit die oftmals vorherrschende Unkenntnis über die Automatenwirtschaft auszuräumen und Vorurteilen entgegen zu wirken. Für politische Gespräche leisten die Landesverbände und der BA gerne organisatorische Unterstützung.

Höhepunkt der Herbstversammlung war zweifellos die Verleihung des Karl-Besse-Preises. Der mit 5.000 Euro dotierte gestiftete Preis wurde dieses Jahr zum ersten Mal verliehen. Der DAV würdigt damit die langjährigen Verdienste von Karl Besse für die deutsche Automatenwirtschaft. Diese fasste Michael Eulgem in seinen einleitenden Worten nochmals eindrücklich zusammen. Karl Besse hat sich in den Jahren als 1. Vorsitzender des DAV sowie als Präsident des BA wie kein anderer mit Tatkraft, Energie und Eifer für die Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen eingesetzt und dabei neue Maßstäbe gesetzt, so Eulgem. Durch die Stiftung des Preises soll dem Lebenswerk von Karl Besse ein dauerhaftes Denkmal gesetzt werden. Als Laudator konnte der Abgeordnete des Nordrhein-Westfälischen Landtags Ibrahim Yetim (SPD) gewonnen werden, der den Preisträger – den Verein „Klartext für Kinder e.V.“ – vorstellte. Ganz gleich, ob es sich um alltägliche Probleme, Einzelanfragen wie die Zuzahlung für Sportvereine, Schulunterstützung oder aber auch die Ausgabe einer regelmäßigen warmen Mahlzeit für hilfsbedürftige Kinder handelt – die 250 Mitglieder des Vereins setzen sich genau für diese Bedürfnisse engagiert ein, so Yetim.

Vereins-Geschäftsführer Michael Passon bedankte sich im Namen von „Klartext für Kinder e.V.“ für die Auszeichnung. In seinen Dankesworten sprach Passon davon, dass der Geist des Vereins von der Übernahme von Verantwortung geprägt ist. Die Übergabe des Schecks wurde von der Mitgliederversammlung mit langem Beifall honoriert.

Die Mitgliedsunternehmer verfolgten die inhaltlich sehr gehaltvolle Veranstaltung äußerst konzentriert. Nach drei Stunden schloss Horst Hartmann die Herbstversammlung und kündigte zugleich an, dass die kommende Jahreshauptversammlung am 23. April 2015 in Essen stattfinden wird. Nach der Sitzung konnten die Unternehmer noch untereinander bei Kaffee und Kuchen den Austausch fortsetzen.

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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