Jahreshauptversammlung des AVS

Automatenunternehmer treffen sich in Saarlouis zur Jahreshauptversammlung des Automaten-Verband-Saar e.V.

Mitten im Zentrum von Saarlouis – eine freundliche Stadt nahe der französischen Grenze –
fand am 19. März 2018 die Jahreshauptversammlung des Automaten-Verband-Saar e.V. (AVS) statt. Pünktlich um 10:30 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende des AVS, Christian Antz, die Versammlung und begrüßte die Unternehmer und Gäste, die gekommen waren.

Anschließend ehrte der 1. Vorsitzende mit respektvollen Worten den im letzten Jahr verstorbenen RA Dieter Schittenhelm für seine Verdienste als juristischer Berater des AVS.
RA Schittenhelm war jahrelang enger Partner des 1. Vorsitzenden und des gesamten Vorstandes. Für diese große Unterstützung sprach Antz RA Schittenhelm postum nochmals seinen Dank aus.

Der Bericht des 1. Vorsitzenden fiel in diesem Jahr eher deprimierend aus. Antz beklagte die Schwierigkeiten, mit denen die saarländischen Unternehmer zu kämpfen haben, und äußerte seine tiefe Bestürzung über den Umgang der Behörden mit den Unternehmern: „Ich bin immer froh, wenn der Freitag vorbei ist, da an diesem Tag gewöhnlich die Schreiben der Ämter kommen, und wieder eine Schließungsverfügung reinflattert. Das ist unerträglich für uns alle.“

Antz berichtete auch über seine Erfahrungen mit dem Städte- und Gemeindetag und zahlreichen anderen Gesprächen, die er und seine Vorstandskollegen mit Politik und Verwaltung geführt haben. Das Resümee ist ernüchternd: „Man spielt nicht mit offenen Karten. Wenn es so weiter geht, sind 700 Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter in Gefahr“, so Antz.
Er mahnte, auch weiterhin gegen illegale Aufsteller vorzugehen: „Jede Verfehlung unsererseits stellt unser gewerbliches Münzspiel in eine schlechte Ecke. Und in dieser haben wir wirklich nichts zu suchen.“ In diesem Zusammenhang ging er auch auf die Berliner Situation ein, wo sich vermehrt Café-Casinos und Spielorte in Hinterzimmern entwickeln. „Das legale Spiel wird kaputt gemacht; die Illegalität blüht! Das ist Politik?“

Er bedankte sich ausdrücklich im Namen seines Vorstandes bei RA Harro Bunke, der nunmehr den AVS juristisch vertritt. Sein Dank ging auch an die DAW und an den BA. „Egal, was passiert, wir stehen immer zum BA. Es gibt nur eine Möglichkeit, nicht unterzugehen – wenn wir im BA bleiben.“ Der stetige Kampf im Saarland ist an dem 1. Vorsitzenden, der hier eine sehr große Verantwortung spürt und auch übernommen hat, nicht spurlos vorübergegangen. „Ich mache das jetzt seit 20 Jahren und es ist einfach nicht in Ordnung, was da politisch und juristisch läuft. Dennoch, Stillstand ist Rückschritt – Wir kämpfen weiter.“ Gleichzeitig forderte er die Nachfolgegeneration auf, Verantwortung zu übernehmen.

Nach den Formalien der Versammlung berichtete die Geschäftsführerin des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA), Simone Storch, über aktuelle Projekte und die Zusammenarbeit mit dem Landesverband. Sie bedankte sich noch einmal ausdrücklich bei Antz und den Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit. Ebenso dankte sie RA Bunke für die zuverlässige und sehr genaue Arbeit, die z.B. bei der Erstellung der BA-Broschüre und des Vierseiters für das Saarland perfekt funktioniert hat. Die Geschäftsführerin lud die Automatenunternehmer aus dem Saarland am 13. Juni 2018 nach Berlin zum Tag des Automatenunternehmers 2018 ein. Auch Antz motivierte die Unternehmer, die Reise nach Berlin anzutreten und dort mit den Kollegen zusammenzutreffen und Informationen auszutauschen. Storch ermunterte die Unternehmer, nicht locker zu lassen, ihre Betriebe weiterhin ordentlich zu führen und in ihrer Kommune jeweils aktiv das Gespräch mit Politik und Behörden zu suchen. Mit der BA-Broschüre und dem Vierseiter haben die Unternehmer gutes Material, das sie bei ihren Gesprächen unterstützt. Obwohl der Vorstand des AVS zahlreiche Maßnahmen zur Sicherung des Bestandes unternommen hat, wie Gespräche mit Politik und Verwaltung, Pressegespräche, Abgabe einer Mitarbeiterpetition, sind Erfolge ungerechterweise im Saarland nur spärlich zu verzeichnen.

Nach einer Mittagspause konnte RA Burger, Justitiar des BA, einen umfassenden und hervorragenden Vortrag zur juristischen Gesamtlage halten. „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos“, begann er seinen Vortrag und verwies darauf, dass Klagen nicht chancenlos sind. Außerdem gibt es im Verwaltungsrecht immer wieder Bewegung. Zusammen mit der Entwicklung rund um den Glücksspielstaatsvertrag macht das im Augenblick „Druck im Kessel“. Burger informierte die Versammlung auch über die Lage in anderen Bundesländern und gab somit einen guten Überblick über die gesamte Situation.
Auch weitere aufstellerrelevante Themen kamen nicht zu kurz.

Anschließend kam auch RA Bunke zu Wort. Er kritisierte die Politik sowie die Behörden und vermittelte den Unternehmern seine ernsthafte Entrüstung über die rechtlichen Rahmenbedingungen, unter denen die Unternehmer jetzt arbeiten müssen. Auch klagte er das respektlose Verhalten der Behörden an. „Wie mit ordentlichen Unternehmern und ihren Mitarbeitern umgegangen wird, ist nicht zu ertragen!“, so Bunke leidenschaftlich.

RA Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V., berichtete über Gespräche, die er im Zusammenhang mit dem Glücksspielstaatsvertrag führte. Außerdem informierte er über die Qualitätsinitiative 2020. Ob Zertifizierung, biometrische Zutrittskontrolle oder Qualifizierung des Berufszugangs – die Deutsche Automatenwirtschaft steht für Qualität. Er konnte eine Reihe von Maßnahmen aufführen, die der Politik vermitteln soll, dass es die Branche mit der Qualität ernst meint.

Im Anschluss an diese qualifizierten Vorträge nahmen Vertreter der Herstellerunternehmen wie  adp Gauselmann, Bally Wulff, Löwen Entertainment und psmtec die Möglichkeit wahr, um auf ihre Produkte sowie insbesondere die Umstellung auf TR 5 hinzuweisen. Die informativen Präsentationen wurden von den Anwesenden mit Interesse aufgenommen. Zusätzlich nutzte der eine oder andere noch die Erklärung am Gerät, das in der Ausstellung präsentiert wurde.

Die Sitzung wurde pünktlich um 15:00 Uhr beendet. Christian Antz und Georg Stecker waren da schon auf dem Weg zum nächsten Termin mit einem hochrangigen Politiker in Saarbrücken.

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
+49 30 726255-00
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Copyrights © 2016 Scale. All rights reserved.