Pressemeldung – Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland

 

Pressemeldung – Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland unterstützt hartes Durchgreifen gegen illegales Glücksspiel

Die Vertreter des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) und seiner Landes- und Fachverbände machen Politik und Gesellschaft seit Jahren auf die massive Ausbreitung illegaler Glücksspielangebote aufmerksam. Deren rasantes Wachstum ist auch Ergebnis einer verfehlten Regulierungspolitik. Insbesondere scheingastronomische Betriebe wie Café-Casinos oder Shisha-Bars mit Automatenaufstellung sind hier zu nennen.

Am 14. März fand in Leipzig eine Aktion der Polizei gegen das illegale Glücksspiel statt. Der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. (AV) unterstützt ausdrücklich das konsequente Durchgreifen gegenüber diesen Betrieben, in denen der Jugend- und Spielerschutz missachtet und oftmals Alkohol ausgeschenkt wird.
Bereits im August 2017 hatten Vertreter von AV, BA und des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. in einem Pressegespräch in Leipzig auf diese Missstände hingewiesen und die Journalisten im Anschluss durch die Eisenbahnstraße geführt.

Für die gesamte gewerbliche Automatenwirtschaft ist klar: „Kein Spiel ohne Regeln!“ Gerne möchten wir Ihnen nachfolgend den Wortlaut der offiziellen Pressemitteilung übersenden, mit der der AV eindeutige Stellung zu der Razzia in Leipzig bezogen hat (Anlage):

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Endlich handeln – Automatenkaufleute für hartes Vorgehen gegen illegales Glücksspiel

Berlin/Leipzig – Der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. befürwortet und unterstützt ausdrücklich die Razzia gegen illegale Glücksspielangebote in Leipzig am 14. März 2018. Der Landesverband und der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. weisen seit Jahren auf das sich ausbreitende illegale Spiel hin, das an Orten wie der Leipziger Eisenbahnstraße floriert.

Das gewerbliche Automatenspiel ist einer der am stärksten regulierten Wirtschaftszweige in Deutschland. Hierbei führt die an quantitativen Kriterien ausgerichtete Regulierung dazu, dass immer mehr legale Spielhallen, die insbesondere den Schutz der spielenden Gäste sowie die Einhaltung des Jugendschutzes garantieren, schließen müssen. Die hierdurch entstehende Angebotslücke wird zunehmend durch illegale Hinterzimmer-Casinos, spielhallengeprägte Café-Casinos und Shisha-Bars mit Geldspielgeräten ausgefüllt. In diesen Angeboten, die in massiver Form in der Leipziger Eisenbahnstraße zu finden sind, werden weder die gesetzlichen Bestimmungen des Jugend- und Spielerschutzes noch der Verbraucherschutz beachtet.

Der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. (AV) sowie der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) sind seit Jahren darum bemüht, die Politik, die Verwaltungen und die Öffentlichkeit auf diese Fehlentwicklung aufmerksam zu machen. Erst im Sommer 2017 hat der Landesverband zusammen mit dem Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) im Rahmen eines Pressegespräches Journalisten durch die Eisenbahnstraße geführt und direkt vor Ort auf die illegalen Einrichtungen verwiesen, die nun im Rahmen der Razzia kontrolliert wurden.

Bereits seit 2015 betreibt der BA zudem eine eigene Online-Meldeplattform namens BAlarm, über die anonym Verstöße gegen die gesetzlichen Regelungen gemeldet und nach Prüfung an die Behörden weitergeleitet werden.

Das Vorstandsmitglied des AV Andreas Wardemann sagt hierzu: „Die gewerblichen Betriebe mit ihren geschulten Mitarbeitern werden aus rein quantitativen Erwägungen heraus geschlossen, während das illegale Glücksspiel blüht. Wir unterstützen ausdrücklich das Vorgehen gegen diese illegalen Glücksspiel-Angebote, die sich in Sachsen und deutschlandweit immer stärker ausbreiten.“

BA-Präsident Thomas Breitkopf bestätigt dieses Urteil: „In Deutschland besteht ein Ungleichgewicht zwischen der staatlichen Überregulierung gewerblicher Betriebe und einem Vollzugsdefizit gegenüber illegalen Angeboten in Café-Casinos oder Hinterzimmern. In gewerblichen Spielhallen werden die gesetzlichen Vorgaben eingehalten und durch freiwillige Maßnahmen ergänzt. Mit unserer Online-Meldeplattform BAlarm unterstützen wir die Behörden und schützen die Gesellschaft vor illegalen Glücksspiel-Angeboten.“

Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbandes DAW, bekräftigt: „Konsequenter Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz sind für uns unverzichtbar. Wir wollen kein Geld mit kranken Menschen verdienen. Die Branche hat mit der Qualitätsinitiative 2020 strenge Standards entwickelt, deren gesetzliche Verankerung wir fordern.“

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Die Automatenkaufleute trafen – zurecht! – den Nerv der Journalisten, zeigt die Übernahme der Meldung durch die Tages- sowie Branchenpresse:

•    „Illegale Casinos machen sich in Leipziger Eisenbahnstraße breit“
Quelle: Leipziger Volkszeitung Online vom 21. März 2018, Link
http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Illegale-Casinos-machen-sich-in-Leipziger-Eisenbahnstrasse-breit

•    „Automatenkaufleute unterstützen Razzien“
Quelle: Games&Business Online vom 21. März 2018, Link
https://www.gamesundbusiness.de/news/details/automatenkaufleute-unterstuetzen-razzien/

Die Berichterstattung zeigt, dass die Warnungen der Verbände der Automatenwirtschaft begründet waren und eine Regulierung nach rein quantitativen Maßstäben, wie sie Automatenunternehmer in ganz Deutschland bedroht, zu einer Ausbreitung illegaler Angebote ohne Schutz für Jugendliche, Spieler und Verbraucher führt. Es ist spät, aber nicht zu spät: Wir hoffen, dass die Politik nun reagiert und die Vertreterinnen und Vertreter der organisierten Aufstellunternehmerschaft als verlässliche Ansprech- und Regulierungspartner anerkennt, die sich an Recht und Gesetz halten und, nicht zuletzt, Steuern abführen.

 

 

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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