AVS - Kämpferisch in schwierigen Zeiten

 

Jahreshauptversammlung des Automaten-Verband Saar e.V. (AVS) 2017 – Kämpferisch in schwierigen Zeiten

Am 07. März 2017 hat der Automaten-Verband Saar e.V. (AVS) zu seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung  in das Victor’s Residenz Hotel in Saarlouis eingeladen.

Die Brisanz der gegenwärtigen Lage für die Aufstellunternehmer im Saarland machte der 1. Vorsitzende des AVS, Christians Antz, bereits mit seinen Eröffnungsworten deutlich. Das Ende der fünfjährigen Übergangsfrist des Glücksspielstaatsvertrages am 30. Juni 2017 bedeutet, dass im Saarland zum 01. Juli 2017 dreiviertel aller bestehenden Spielhallen von der Schließung bedroht sind und mehr als 1.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren gehen würden. Gesprächsstoff für die Versammlung, an der rund 70 Mitglieder und Gäste des AVS teilgenommen haben, war somit reichlich vorhanden.

Doch zunächst standen die Formalien einer Jahreshauptversammlung - so u.a. der Bericht des Schatzmeisters und der Kassenprüfungsbericht - und damit turnusgemäß auch die Vorstandswahl des AVS an.

Das Ergebnis der Vorstandswahl war nicht überraschend. Die Mitglieder setzen auch weiterhin auf ihren 1. Vorsitzenden Christian Antz und auf Markus Schackmann, dem 2. Vorsitzenden,  sowie auf Hans-Jürgen Jentzsch, der als Schatzmeister wiedergewählt wurde. Ebenso wurden Udo Altpeter, Hans-Rudolf Buchheit, Peter Edelbluth und Philipp Zimmer in ihren Ämtern bestätigt. Erfreulicherweise konnte auch noch ein Jungunternehmer gewonnen werden. Benedict Jentzsch wird jetzt im Vorstand die politische Arbeit im Saarland unterstützen.

Jeder der Christian Antz kennt, weiß, dass er mit Herzblut auch weiterhin im Saarland ein guter 1. Vorsitzender sein wird. Als großer Vertrauensbeweis der Mitglieder konnte der gewählte Vorstand erneut in seinem Engagement für die saarländischen Aufstellunternehmer bestätigt werden.

Auch die Gastronomieaufstellung kam in der Sitzung nicht zu kurz. Sabine Dittmers-Meyer, 1. Vorsitzende des Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V. , hat auch im Saarland, wie vormals schon in Bayern, eine Lanze für die Gastronomieaufstellung gebrochen und in einem Kurzvortrag über die Zukunft der Gastronomieaufstellung referiert.

Um über „Aus- und Weiterbildung, Personalentwicklung, Sozialkonzept“ zu referieren, war AWI-Geschäftsführer Dirk Lamprecht eingeladen. Er informierte die Unternehmer in diesem vorgezogenen Tagesordnungspunkt über den gegenwärtigen Ausbildungsmarkt der Branche sowie über das betriebliche Sozialkonzept.

Bei einem wie gewohnt saarländisch-leckerem Mittagessen konnten die Unternehmer untereinander die Situation in ihrem Bundesland beleuchten und sich darüber austauschen.

Nach der Mittagspause informierte RA Stephan Burger, Justitiar des Bundesverband Automatenunternehmer e.V., die Mitglieder über die Möglichkeiten der Weiterführung bestehender Spielhallen nach dem 30.06.2017. In seinem inhaltlich dichten und interessanten Vortrag gab er den Unternehmern die eine oder andere Anregung, welche Möglichkeiten noch bestehen, um den Betrieb ihrer Spielhallen fortzuführen. Auch wenn es im Saarland ein sehr restriktives Landesspielhallengesetz gibt und vor allem auch die Auslegung für die Unternehmer ein teilweise richtiger Schock war, so sollte keine Möglichkeit ausgelassen werden, den Bestand so lange es geht zu behalten. Auch die Umsetzung und Fakten der neuen Spielverordnung nach der TR 5.0 waren Gegenstand des Referates von Herrn RA Burger. Schließlich stand er noch für rechtliche Bewertungen und Fragen zur Verfügung.

Schließlich war es Zeit für die Podiumsdiskussion. Die CDU-Abgeordnete Ruth Meyer, MdL, sowie Frau Heike Cloß, Geschäftsführerin der IHK Saar wurde von Simone Storch, Geschäftsführerin des Bundesverband Automatenunternehmer e.V., die die Podiumsdiskussion moderierte,  nach vorne gebeten. Auch der 1. Vorsitzende des Automaten-Verband Saar e.V., Christian Antz, sowie das Vorstandsmitglied Udo Altpeter standen mit ihren Statements den Fragen und Antworten auf dem Podium zur Verfügung.
Themen der Diskussion waren u.a. Szenarien für die legalen Spielhallen im Saarland, die Problematik des illegalen Spiels in Grenznähe sowie die Möglichkeit einer an Qualitätsaspekten orientierten Regulierung. Auch wenn Ruth Meier mit ihren Aussagen teilweise die Unternehmer befremdete, so stellte sie sich wenigstens den Fragen der Mitgliederversammlung.  In der anschließenden Diskussion wurden auch Fragen von den Mitarbeitern aufgeworfen, die ihren Unwillen zum Ausdruck brachten, da sie mit Freude einer angenehmen und schönen Arbeit nachgehen und einfach nicht akzeptieren wollen, dass man sie wie mit dem „Rasenmäher-Prinzip“  wegrationalisieren will.  Auch in die „Tourismusbranche zu wechseln“, so der Vorschlag der CDU, stellt für die jahrelangen Mitarbeiter keine wirkliche Alternative dar. Wesentlich verständnisvoller für die Lage der Aufstellunternehmer zeigt sich die kompetente IHK-Vertreterin, Heike Cloß. Gegen Ende der Diskussion stieß auch noch Oliver Luksic, Vorsitzender der FDP Saar, hinzu und stellte sich auf die Seite des legalen Geldspiels. Im Falle einer Regierungsverantwortung will er sich für die Branche einsetzen.

Nach der recht emotionalen Podiumsdiskussion brachte Alexandra Nöthen vom TÜV InterCert Saar die Gemüter wieder etwas zum Abkühlen und stellte in ihrem Vortrag über die Zertifizierung das Thema Qualität nach vorne.

Die Versammlung schloss gegen viertel nach fünf Uhr. Im Gespräch untereinander bei einer Tasse Kaffee konnten die Unternehmer noch die Versammlung ausklingen lassen.

Beste Grüße

Ihre
Simone Storch
Geschäftsführerin

 

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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