HMV - Unternehmer treffen sich in Butzbach

Unternehmer treffen sich in Butzbach bei der Herbstversammlung ihres Hessischen Münzautomaten-Verbandes e.V.

Der Hessische Münzautomaten-Verband e.V. (HMV) beging seine Mitgliederversammlung am 23. November 2016 traditionsgemäß im Bürgerhaus Butzbach. Pünktlich um 11:00 Uhr begrüßte der 1. Vorsitzende des HMV, Michael Wollenhaupt, die zahlreich erschienenen Mitgliedsunternehmer.

Die gut strukturierte Tagesordnung brachte die Probleme gleich unter TOP 2 - Hessisches Spielhallengesetz - zur Sprache. Hierzu gab zunächst Michael Wollenhaupt einen Überblick über die derzeitige Situation. Er kritisierte die Hessische Verwaltung, die sieben Monate vor dem Ablauf der Übergangsfrist gerade mal in zwei Kommunen Aufstellunternehmer angeschrieben hat. „Man kann hier von Chaos und Schludrigkeit sprechen.“, so Wollenhaupt. Weiterhin kritisierte er, dass Gesprächsanfragen des HMV-Vorstandes unter der lapidaren Begründung, dies sei verfrüht, zurückgewiesen werden. Der kämpferische Wollenhaupt: „Die Zeit drängt bei uns, bei den Kommunen scheinbar nicht! Für uns ist es nicht zu früh sondern bereits fast zu spät.“ Seit drei Monaten gibt es in Hessen die verbindlichen Ausführungsbestimmungen, auf deren Grundlage von den Kommunen ein Wägungsschema erarbeitet werden soll. Dies soll helfen, hinsichtlich des Mindestabstands ein Auswahlverfahren durchzuführen. Wollenhaupt wies auch darauf hin, dass derzeit überall im Land intensiv kontrolliert werde. Er mahnte seine Mitglieder, absolut korrekt zu arbeiten, damit dem Unternehmer nachteilige Minuspunkte, die möglicherweise für das Auswahlverfahren relevant sein könnten, erspart bleiben.
Wollenhaupt verwies auf den Verhandlungstermin vor dem Bundesverwaltungsgericht am 15. und 16. Dezember 2016 in Leipzig. „Hier ist in Kürze eine Entscheidung zu erwarten, zumindest gehen wir davon aus“, so Wollenhaupt.
Die vor dem Bundesverfassungsgericht anhängige Verfassungsbeschwerde wurde ebenfalls thematisiert. „Wenn erforderlich, wird es eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu den Entwicklungen geben“, kündigte Wollenhaupt an.
Christel Sondermann, die Justitiarin des HMV, flankierte diese Aussagen und beantwortete einzelne Rückfragen der Mitglieder kompetent. Sie referierte zu weiteren juristischen Fragestellungen. Natürlich war OASIS und die Zutrittskontrolle in Hessischen Spielhallen ebenfalls Thema. „OASIS hat sich in Hessen etabliert. Aber die Möglichkeiten zur Entsperrung sind in diesem System nicht oder nur unzureichend geregelt. Unsere Branche will biometrische Eintrittskontrollen.“

Weitere Ausführungen machte Christel Sondermann zur Wettbewerbszentrale, die parallel mit dem Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) derzeit verstärkt gegen Verstöße vorgeht. In jüngster Zeit sind es im Wesentlichen die kostenlose Abgabe von Speisen und Getränken und mangelnde Einlasskontrollen in Spielhallen, die gemeldet werden. Dies stößt nicht nur auf positive Resonanz bei den Aufstellunternehmern.
Hierzu gab der HMV ein klares Votum. Für jeden ordentlichen und legal arbeitenden Unternehmer sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, die rechtlichen Rahmenbedingungen einzuhalten. Dazu zählt natürlich in Hessen vor allem die Sperrabfrage mit OASIS. Zudem empfiehlt der HMV Getränke für einen Euro anzubieten.

Dirk Lamprecht, Geschäftsführer der AWI Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH und Dauergast auf den Versammlungen der BA-Mitgliedsverbände, informierte die Hessischen Unternehmer über Neuigkeiten zum Sozialkonzept. Zudem verteilte er die Plakate mit neuen Motiven der Branchen-Imagekampagne.

Dennis Adam, der neugewählte Sprecher des Jungunternehmerkreises, stellte in einem kurzen Vortrag die Aktivitäten der jungen Unternehmer vor und lud interessierte Jungunternehmer zum nächsten Treffen ein.

Auch die Gastronomieaufstellung nahm Raum im Themenspektrum der Versammlung ein. Diesen Part übernahm der 2. Vorsitzenden des HMV, Michael Stang. Er berichtete über die in der Woche zuvor durchgeführte Jahreshauptversammlung des Fachverbandes Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V. (FGA) und hob vor allem die Aussagen von Helmut Kafka, Präsident des Automatenverband Austria, hervor. Auch die Innovation des Face-Check-Systems der Firma Gauselmann, integriert in einem M-Box-Gerät, fand auf der FGA-Sitzung großen Zuspruch. Begleitet wurden diese Ausführungen von Herrn Dobrileit, der erklärte, welche technischen Lösungen für den Spieler- und Jugendschutz angeboten werden. Außerdem sprach er das Merkur Check-In-System kurz an und riet den hessischen Unternehmern, rechtzeitig das Programm-Update vorzunehmen, da OASIS plant, neue Zertifikate auszustellen.

„Unsere Botschaft an die Politik ist, dass die Branche technische Lösungen finden kann.“, so Stang. Er unterrichtete die Unternehmer auch über die Zusammenarbeit mit der DEHOGA. Auf Antrag des Deutschen Automaten-Verband e.V. (DAV) hat das BA-Präsidium entschieden, beim BA ein systematisch strukturiertes Konzept zu entwickeln, wie man gezielt mit der ebenfalls föderal aufgestellten DEHOGA arbeiten kann.
Im Januar werden sich dazu die Experten der Gastronomieaufstellung aus dem FGA und dem DAV treffen.

Unter TOP 4 „Bericht aus Berlin“ referierte die Geschäftsführerin des BA, Simone Storch. Sie sprach sich, wie in den Versammlungen zuvor, engagiert für den Kampf gegen das illegale Spiel aus und bewarb die online-basierte Meldeplattform BA-larm. „Wir können nicht von heute auf morgen unser Image ändern. Aber jeder Unternehmer kann konsequent legal und sauber seinen Betrieb führen.“ Storch betonte: „Mit dem Finger auf andere zeigen ist keine Lösung. Vielmehr sollten die, die sich nicht an Recht und Ordnung halten vom Markt verschwinden. Dies bringt unsere ganze Branche in Verruf, konterkariert unsere Anstrengungen und die vielen guten Ansätze, die bereits gelebt werden.“ Kritisch fragte sie: „Hat uns diese Mentalität nicht auch ein Stück weit dahingebracht, wo wir uns jetzt befinden? Glaubwürdigkeit nimmt man uns auf Dauer nur ab, wenn wir auch glaubwürdig sind.“, so die BA-Geschäftsführerin.
Ein weiteres Thema ihres Vortrages war die Branchen-Imagekampagne. Abgerundet wurden die Ausführungen der Geschäftsführerin durch das BA-Positionspapier 21+.

Die Versammlung wurde gegen 15:30 Uhr von Michael Wollenhaupt geschlossen. Die Hessischen Unternehmer nutzten in Butzbach wieder einmal die Gelegenheit, miteinander zu sprechen und qualifizierte Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Simone Storch
Geschäftsführerin

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
+49 30 726255-00
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