FSH - Transparente Kommunikation

Jahreshauptversammlung des Fachverbandes Spielhallen e.V. – Transparente Kommunikation verbunden mit Treff & Austausch
        
Am Mittwoch, den 23. November 2016, fand im Hollywood Media Hotel in Berlin die Jahreshauptversammlung des Fachverbandes Spielhallen e.V. (FSH) statt. Trotz eines Streiks der Lufthansa konnte der 1. Vorsitzende des FSH, Frank Waldeck, zahlreiche Mitglieder sowie Vertreter aus vielen BA-Landesverbänden in der Hauptstadt begrüßen.

Im außergewöhnlichen Ambiente des Hollywood Media Hotels, welches Klassiker der Filmgeschichte erlebbar macht, war ein gut sortiertes, informatives Programm für die FSH-Mitglieder vorgesehen. Nach Abhandlung der Formalien im internen Teil, wurde von der Geschäftsführerin des FSH, Jasmine Rohde, und der Referentin für Politik und Kommunikation, Laura Wilms, der Geschäftsstellenbericht vorgestellt. Auf die 135 Veröffentlichungen in drei Kategorien wurde hier ebenso eingegangen, wie auf die 100.000 Besucher der FSH-Webseite. Hiernach stellten die engagierten Damen den „FSH-Tischkalender“ für das Jahr 2017 vor, in dem alle wichtigen Termine, insbesondere auch die Sperrzeiten und Feiertagsregelungen, Eingang gefunden haben. Nächstes Projekt wird im Dezember die Herausgabe der Aufklärungsbroschüre „Auf den Punkt“, in dem den Mitgliedern Handreichungen zum politischen Gespräch gegeben werden. Ebenso wurde auf ein Seminar am 08. März 2017 verwiesen, in welchem gleich vier Rechtsanwälte (RA Dr. Böhm, RA Prof. Dr. Heinze, RA Hilbert, RA Meyer) auf regionale Besonderheiten der Anträge auf glücksspielrechtliche Erlaubnis, bzw. Härtefälle eingehen werden.

Der anschließende Kassenbericht, gehalten vom Schatzmeister des FSH, Karl Weber, zeigt eine positive Tendenz, insbesondere hinsichtlich der Mitgliederentwicklung. Da die Kasse erwartungsgemäß einwandfrei geführt wurde, wurde auch die Entlastung einstimmig erteilt.

In seinem darauf folgenden Vortrag „99 Prozent“ skizzierte Frank Waldeck wesentliche Entwicklungen in der Branche. Insbesondere befasste er sich mit verschiedenen suchtwissenschaftlichen Veröffentlichungen sowie mit Befragungen von Bürgern zur Branche. Er stellte heraus, dass die sogenannte „Einfachkonzession“ (12 Geldspielgeräte) das Geschäftsmodell sei, was Politik und Verwaltung, jedenfalls derzeit, präferieren und sah die Mitglieder des FSH gut für die Zukunft aufgestellt. Der gesamte Vorstand versprach, sich für die Belange der Mitglieder an entscheidenden Stellen einzusetzen.
Im weiteren Verlauf des Vortrages ging er auf die Zertifizierung und die mögliche Qualitätssteigerung in Spielhallen ein. Für den FSH ist klar, dass Steigerung von Qualität in Spielhallen ein wesentliches Ziel der Branche sein muss. Daneben müssen selbstverständlich auch die Regelungen des Datenschutzes beachtet werden.

Im Rahmen der Mittagspause wurde ein typisches Berliner Buffet serviert und die anwesenden Mitglieder hatten Gelegenheit, die gut bestückte Ausstellung zu besuchen.

Nach der Mittagspause begann der öffentliche Teil der Versammlung mit einem Vortrag von Dr. Andreas Braun (Frauenhofer Institut) „Sicherheit biometrischer Systeme und Zugangskontrollen“. Nach einer kurzen Vorstellung des Frauenhofer Instituts, welches in Deutschland immerhin 24.000 Mitarbeiter bei einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro beschäftigt, führte Dr. Braun kompetent in die Thematik ein und erläuterte aus technischer Sicht die Möglichkeiten der Biometrie im Rahmen von Zugangskontrollen. Insbesondere wies er auf technische Herausforderungen bei der Authentifizierung von Personen hin und erläuterte anschaulich den neusten Stand der Technik.

Im Rahmen ihres Vortrages zur aktuellen juristischen Situation zeigten sich die, den FSH beratenden, Rechtsanwälte Tim Hilbert und Dr. Damir Böhm, einmal mehr als sehr gute Vertreter ihres Fachs. Insbesondere gingen sie auf die Problematik der Sportwetten vor dem Hintergrund der nunmehr geplanten Änderung des Glücksspielstaatsvertrages, die Problematiken rund um die Erteilung von glücksspielrechtlichen Erlaubnissen und Härtefällen sowie weitere branchenrelevante Rechtsprechungen, ein. Beide Juristen teilen die Auffassung, dass die Automatenunternehmer das Beste hoffen sollten, sich jedoch durch kluge Anträge auf den „worst case“ vorbereiten sollten. Daneben fand sich die Zeit, einzelne landesrechtliche Regelungen zumindest anzudiskutieren.

Nach der Kaffeepause gab der politische Journalist Sergey Lochthofen einen Blick von außen auf eine „schwierige Branche“. Zunächst analysierte er die Medienlandschaft und stellte „das Sterben“ der Tageszeitungen fest, erläuterte jedoch, dass diese immer noch meinungsbildend seien.
In seiner folgenden Analyse der Branche stellte er heraus, dass nicht objektive kriminalistische Probleme im Fokus stünden, sondern der sehr emotionale Umgang mit der Suchtproblematik. Er verglich sodann die spezielle Situation der Automatenbranche mit anderen Branchen und stellte heraus, dass die Branche im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit in die Offensive gehen sollte.

Abschließend stellte sich der Großteil des Vorstandes, unter der professionellen Moderation von Petra Schwarz, den Mitgliedern zur Diskussion. Diskutiert wurden unter anderem die Thematik der Zertifizierung, eines erhöhten Eintrittsalters in Spielhallen, der Zutrittskontrolle, das Ende der Übergangsfristen, sowie die Plattform BA-larm. Im Rahmen des Tagesordnungspunktes nutzten die Mitglieder zahlreich die Möglichkeit, sich mit ihrem Vorstand auszutauschen.

Frank Waldeck konnte gegen 17:30 Uhr eine sehr gelungene Mitgliederversammlung schließen und auf die Abendveranstaltung im berühmten Berliner Wintergarten hinweisen. Auch diese gestaltete sich, nach Angaben aus dem Mitgliederkreis, sehr zufriedenstellend.

Mit freundlichen Grüßen

RA Stephan Burger
Justitiar

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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