Sommerversammlung 2016 des FSH

Transparente Kommunikation und umfassende Information für Mitgliedsunternehmer.

Am Dienstag, den 03. Mai 2016, fand im Park Hotel Stuttgart Airport die Mitgliederversammlung des Fachverband Spielhallen e.V. (FSH) statt. Frank Waldeck, 1. Vorsitzender des FSH, konnte hierzu nicht nur zahlreiche Mitglieder, sondern auch Vertreter aus vielen BA-Landesverbänden in der Hauptstadt von Baden-Württemberg begrüßen.

Auch in diesem Jahr hat der FSH ein gut sortiertes, informatives Programm für seine Mitglieder vorbereitet. Frank Waldeck stellte zunächst diverse Branchentermine vor und referierte anschließend gleich zu mehreren wichtigen Themen der Branche. Er erläuterte die Absichten und Wirkungsweise des „anonymen Briefkastens“, um Meldungen von Verstößen gegen geltende Regelungen diskret und effektiv nachzugehen. Erst wenige Tage zuvor hatte der Sprecher des BA-Arbeitskreises Taskforce, Andreas Braun, zum Tag des Automatenunternehmers in Essen die Ergebnisse der Projektgruppe BA-larm vorgestellt. Seitdem wurde bereits mehrfach von diesem Meldesystem Gebrauch gemacht.

Auch das von den Spitzenverbänden und der DAW entwickelte „Abstandstool“ zur Erfassung des Bestands nach der Wirkung der Abstandsregelungen in den Bundesländern war Thema des Vortrages von Waldeck.

Schließlich warnte er die Unternehmer davor, aufgrund von Unsicherheit über die zukünftige rechtliche Lage, ihre Betriebe nicht für zu wenig Geld zu „verhökern“. „Gerade jetzt sollte man beim Verkauf genau hinsehen, was die Spielhalle wirklich wert ist. In vielen Fällen ist sie die Sicherung Ihrer Zukunft, also passen Sie auf!“, rät Waldeck.

Auch RA Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW), ließ es sich nicht nehmen, die Versammlung des FSH zu besuchen. In einer engagierten Rede beschwor er die Einigkeit unter den organisierten Interessengruppen. „Alleingänge, auch wenn man das Interesse der Branche vermeintlich nicht schwächen will, stellen gegenüber der Politik und der Medien ein uneinheitliches zerrissenes Bild dar. Dies muss vermieden werden!“ Dennoch räumte er ein, dass dies nicht zu Denkverboten führen sollte. „Progressive Querdenker sind wichtig. Es kommt aber darauf an, die entwickelten Gedanken professionell und intelligent in die Branche und in die Verbände einzuspeisen”, so Stecker. In seiner Rede charakterisierte Stecker den Fachverband Spielhallen als jung, dynamisch und vorausdenkend.

Für die Teilnehmer besonders spannend war der anschließende Themenblock „Länder im Spiegel“. Vertreter der jeweiligen BA-Landesverbände und ortsansässige Mitglieder des FSH berichteten hierbei über aktuelle Entwicklungen in den Ländern und gaben einen Überblick über den Stand der Regulierung. Es referierten: Detlev Grass (Bremen), Heinz Basse (Niedersachsen), Andreas Braun (Hessen), Gundolf Aubke (Hamburg), Wolfgang Voß (Schleswig-Holstein, Jean-Pierre Berlejung (Bayern), Dirk Fischer (Baden-Württemberg), Björn Opterweidt (Rheinland-Pfalz ), Karl Weber (Nordrhein-Westfalen) und Thomas Breitkopf (Berlin und alle fünf neuen Bundesländer). Hier stellt sich, wie erwartet, ein uneinheitliches Bild dar. Während es in einigen Ländern moderate Ausführungsbestimmungen gibt, stellen sich in anderen Bundesländern die Fragestellungen weitaus komplizierter und für den Unternehmer schlechter dar.

Nach einem exzellenten Mittagsbuffet erläuterten die beiden juristischen Berater des FSH, RA Tim Hilbert und RA Dr. Damir Böhm, in einem einstündigen dialogischen Austausch, gewohnt eloquent und verständlich aktuelle rechtliche Entwicklungen und gaben den Mitgliedern Hinweise, was bei der Beantragung einer glücksspielrechtlichen Erlaubnis zu beachten ist.

Der Präsident des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA), Thomas Breitkopf, referierte anschließend über den BA und seine Politik. Er hob hervor, dass die BA-Vorstandsarbeit vor allem durch Transparenz und offene Diskussion geprägt ist. Gleichzeitig mahnte er dazu, dass gerade in diesen schwierigen Zeiten die anstehenden Herausforderungen nur gemeinsam gelöst werden können. Er brachte den Wunsch zum Ausdruck, den BA wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen und sprach sich hierbei für eine konstruktive Streitkultur aus. Für den Präsidenten des BA ist vor allem auch der Unternehmer vor Ort ein wesentlicher Faktor für die politische Arbeit. Breitkopf stellte offen die Frage, was getan werden könne, um das Blatt in eine positive Richtung für die Branche zu wenden. Hier sieht er vor allem in den Aktivitäten des Unternehmers in der Kommune und in der Einbindung der zahlreichen Mitarbeiter hin zum Engagement im öffentlichen Raum ein großes und bisher noch zu wenig genutztes Potential.

Die Tagesordnung sah anschließend die Fragestunde „FSH konkret“ vor. Hier ging es u.a. um das Themenfeld Zertifizierung. Man war sich darüber einig, dass die Zertifizierung eine individuelle Entscheidung eines jeden Unternehmers ist. In den Vorständen der BA-Landesverbände wird die Zertifizierung jedoch nach wie vor unterschiedlich bewertet. Waldeck fragte seine Mitglieder offen, welche Wünsche sie an ihren FSH-Vorstand haben. Auch hier kamen einige Vorschläge und Anregungen aus der Mitgliedschaft.

Volker Mochel, Vorstandsmitglied des Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V., sprach am Ende der Versammlung zur Situation im „Ländle“ und über „Aktuelles zum Glücksspiel“.

Pünktlich beendete der 1. Vorsitzende des FSH die Versammlung. Jasmin Rohde, Geschäftsführerin des FSH, die souverän und sympathisch die Programmpunkte der Tagesveranstaltung moderierte, lud anschließend die Tagungsteilnehmer zum Abendprogramm ein.

Der FSH wäre nicht der FSH, wenn nicht auch das Abendprogramm ein Höhepunkt der Gestaltung des Versammlungstages wäre. Hierzu trafen sich die Teilnehmer im hauseigenen Brauhaus des Parkhotels. Die Gäste nutzten als besonderes Highlight die Möglichkeit, an den aufgestellten Roulette- und Black Jack-Tischen ihr Spiel machen zu können. Eine tolle, kommunikative Idee, die den Teilnehmern sichtlich Vergnügen bereitete. Weit nach Mitternacht verabschiedeten sich die letzten Gäste einer gelungenen Mitgliederversammlung.

Der FSH hat mit dieser informativen und abwechslungsreichen Sitzung erneut bewiesen, dass er seinen Mitgliedern einen hohen Mehrwert bieten kann, damit diese für die gegenwärtig anstehenden Herausforderungen gut gerüstet sind.

Am 23. November 2016 wird die diesjährige Jahreshauptversammlung des FSH in Berlin stattfinden und sicher ein ebenso interessantes Programm bereithalten.


Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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