JHV Automaten-Verband Schleswig-Holstein e.V.

Gute Stimmung im hohen Norden, Erfolge bei der Vergnügungssteuer

Am 18. April 2016 fand in Neumünster die Jahreshauptversammlung des Automaten-Verband Schleswig-Holstein e.V. (ASH) statt. Hierzu konnte der 1. Vorsitzende des Verbandes, Wolfgang Voß, eine Vielzahl an Mitgliedsunternehmern am schicken Veranstaltungsort, dem Alten Stahlwerk, in Neumünster begrüßen.
Auch diesmal nutzten viele Mitgliedsunternehmer die Gelegenheit Verbandsinformationen aus erster Hand zu erhalten, denn gerade hierfür ist in diesen Zeiten der Bedarf groß.

Dennoch ist im nördlichsten Bundesland Deutschlands die Stimmung unter den Aufstellunternehmern vergleichsweise gut. Obgleich auch hier die Regulierung des gewerblichen Automatenspiels den Unternehmern das Leben schwer macht, fällt sie dennoch nicht so existenzbedrohend aus, wie in vielen anderen Bundesländern. So zeichnete sich auch die Jahreshauptversammlung 2016 durch eine gute und entspannte Atmosphäre aus.

Gewohnt souverän führte Wolfgang Voß durch die Tagesordnung, die einen breiten Mix an Informationen und Raum zum Austausch bot. Neben verbandsinternen Themen, wie Änderungen der Satzung oder die Verlegung der Geschäftsstelle, standen das Landesspielhallengesetz und die Inanspruchnahme der Härtefallregelung im Vordergrund.

Am Anfang der Versammlung konnte der ASH den Landeskoordinator für Glücksspiel bei der Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein e.V., Dipl.-Psychologe Patrick Sperber, begrüßen. Sperber wurde gebeten, seine Bewertung zu suchtrelevanten Fragestellungen vorzutragen. Der Psychologe appellierte an die Aufstellunternehmer, höchste Aufmerksamkeit auf die Prävention zu richten und forderte die Gäste der Versammlung auf, das Sozialkonzept zu leben. Im Eingangsbereich der Tagung war ein biometrisches Zugangssystem installiert. Hierzu äußerte Sperber, dass dies ein guter Schritt in Richtung effektiver Kontrolle ist, mahnte jedoch dass die Überwachungsfunktion auch immer durch den Menschen ausgeübt wird.

Einen zentralen Punkt in der Versammlung nahm das Thema Härtefall ein. Unklarheiten und offene Fragestellungen wurden in der Versammlung geklärt. Wolfgang Voß riet seinen Mitgliedsunternehmern, den Antrag auf Härtefall gründlich zu prüfen und darauf zu achten, dass dieser auch korrekt vorbereitet wird, bevor er das Büro verlässt. Am besten erreicht man dies mit anwaltlichem Rat. Auch empfahl er den Mitgliedern, den Antrag persönlich abzugeben. Der Verbandsjustitiar, RA Lüder Gause, der kompetent juristische Feinheiten erläuterte, verwies darauf, dass die Mitarbeiter auf den Behörden existenzentscheidende Fragen zu klären haben. Umso wichtiger ist eine wasserdichte Antragstellung.

Die Expertin für betriebliche Sozialkonzepte, Grit Giebelhausen, von der AWI Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH, berichtete unter TOP 8 über die konstruktive Zusammenarbeit mit der Schleswig-Holsteinischen Behörde bezüglich des Sozialkonzeptes. Die Mitarbeiter dort haben signalisiert, dass sie gerne bereit sind, auf einer der kommenden Mitgliederversammlungen des ASH Fragen zu beantworten. Außerdem bittet die Behörde zu beachten, dass derzeit kein Bericht abzugeben sei. Als Initiative des Landesverbandes in Zusammenarbeit mit der AWI ist im Sommer ein Erfahrungsaustausch zwischen Verband und der Behörde geplant. Dirk Lamprecht, Geschäftsführer der AWI, ergänzte diese Ausführungen und berichtete u.a. über die Beendigung der Zusammenarbeit mit der Caritas.

Simone Storch, Geschäftsführerin des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA), lieferte den Anwesenden in ihrem Vortrag einen Überblick über aktuelle Branchenentwicklungen im Bundesgebiet. Ihr „Bericht aus Berlin“ umfasste Informationen über die Positionsfindung innerhalb des BA ebenso wie über die Imagekampagne der Branche und den Kampf gegen das illegale Spiel. Hierbei konnte sie berichten, dass Dank des großen Engagements des ASH, Schleswig-Holstein ein Schwerpunkt des bisherigen Vorgehens gewesen ist. Der BA-Arbeitskreis „Taskforce“ arbeitet zudem daran, die Schlagkraft im Kampf gegen illegal arbeitende Mitbewerber noch weiter zu erhöhen. Hierzu wird u.a. an der Einführung eines onlinebasierten, anonymen Hinweisgebersystems gearbeitet, das keinerlei Rückschlüsse auf den Absender einer Meldung zulassen wird. Sie kündigte an, dass die Taskforce dazu Näheres in einem Beitrag am Tag des Automatenunternehmers am 26. April in Essen vorstellen wird.

Gleichzeitig lud die BA-Geschäftsführerin die Mitgliedsunternehmer des ASH zum erstmals stattfindenden „Tag des Automatenunternehmers“ am 26. und 27. April 2016 nach Essen ein. Dieses neue Veranstaltungsformat ist genau auf die Informationsbedürfnisse eines Aufstellunternehmers ausgerichtet und bietet damit einen hohen Mehrwert für den praktischen Unternehmensalltag.

Hinsichtlich der verbandsinternen Querelen innerhalb der BA-Familie wagte Lüder Gause einen kritischen Blick nach Bayern. Man wünsche sich hier mehr Kooperationsbereitschaft und die positive Bayerische Expertise mit Kollegen im gesamten Bundesgebiet zu teilen. In diesen herausfordernden Zeiten ist ein größerer Zusammenhalt geboten. Verbandsinterne Streitigkeiten gehören zudem in die interne Diskussion.

Selbstverständlich kam auch das Thema Vergnügungssteuer, dem sich der 1. Vorsitzende bereits seit Jahren und mit vollem Einsatz widmet, nicht zu kurz. Hierbei konnte Wolfgang Voß erfreulicherweise über Erfolge in juristischen Auseinandersetzungen berichten. Auch sprach Voß seinen Unternehmern aus Heide ein großes Lob aus, denn alle Unternehmer in dieser Kommune beteiligten sich an der Datenerhebung zwecks Erstellung eines Gutachtens.

Der Versammlung schloss sich ein gemütliches Abendessen an, das die Möglichkeit für den Austausch untereinander bot. Mit der Jahreshauptversammlung 2016 hat der ASH erneut gezeigt, dass er sich mit Optimismus den zukünftigen Herausforderungen stellen und jeder aufkommenden „steifen Brise“ im hohen Norden trotzen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Simone Storch
Geschäftsführerin

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
+49 30 726255-00
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