BA-Präsidiumssitzung am 02.12. 2015

Mindestens vier Mal jährlich treffen die Entscheidungsträger der Mitgliedsverbände des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) in gemeinsamen Sitzungen zusammen, um die Branchenentwicklungen politisch zu steuern, mit der Realität abzugleichen, strategisch auszurichten und ggf. neu zu justieren. Um das Jahr Revue passieren zu lassen und die Themen des kommenden Jahres abzustecken, findet zumeist auch im Dezember eine solche Sitzung statt. So ist das BA-Präsidium auch gestern, am 02. Dezember 2015, in Berlin zu einer letzten Sitzung im Jahr 2015 zusammen gekommen. Eine umfassende Tagesordnung bot den 1. und 2. Vorsitzenden der BA-Landes- und Fachverbände hierbei sowohl die Möglichkeit zum konstruktiv-kritischen Meinungsaustausch als auch zur Information über aktuelle Branchenentwicklungen.

 

BA-Präsident Thomas Breitkopf eröffnete die Sitzung mit einem klaren Statement für die Geschlossenheit der BA-Familie. „Für uns interessiert sich von außen niemand, sofern er nicht im direkten Kontakt mit der Automatenbranche steht. Wenn wir wahrgenommen werden wollen, brauchen wir zunächst den inneren Frieden und dann die Kooperation mit Verbündeten. Unser gemeinsames Agieren muss immer auf der Grundannahme Vertrauen in unsere Struktur und in die handelnden Personen basieren!“

 

Breitkopf erwartet von seinen Kollegen, eine vernünftige Debattenkultur zu pflegen. Dabei schaute er auch über den Tellerrand und richtete in seiner Rede den Blick auf das gesellschaftliche Umfeld, in dem sich das gewerbliche Automatenspiel zurzeit bewegt. „Angesichts der großen Herausforderungen durch den IS-Terror und die Flüchtlingskrise hat es die deutsche Automatenwirtschaft schwer, bei den politischen Entscheidungsträgern überhaupt die Wahrnehmungsschwelle zu durchbrechen“, so Breitkopf. Um überhaupt etwas erreichen zu können, ist deshalb ein geschlossenes Auftreten alternativlos. Innerhalb der Verbändelandschaft muss der BA zudem aktiv voran gehen, um gar nicht erst die Möglichkeit zuzulassen, ausgebremst zu werden. Keinen Zweifel ließ der BA-Präsident daran, dass er gemeinsam mit dem Vorstand alle Kräfte dafür aufbringen wird, die Aufstellerschaft im Branchen-Dachverband „Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.“ (DAW) und im politischen Raum zu vertreten.

 

Neben dem internen Austausch über aktuelle Themenfelder stand das Thema Positionsfindung innerhalb des BA – in Verbindung mit der Vorbereitung auf ein mögliches Scheitern des Glücksspielstaatsvertrages – im Fokus der Präsidiumssitzung.

 

Hierzu präsentierte der Sprecher des BA-Arbeitskreises „Automatenbranche 2017“, Burkhard Revers, dem Präsidium die Ergebnisse und die Ideen des Arbeitskreises. Dieser hat sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie die derzeit im Glücksspielsektor „isolierte“ Automatenwirtschaft als Regulierungspartner der Politik wahrgenommen werden kann und welche Angebote der BA hierzu unterbreiten könnte. Ausgehend von den Positionen, die sich in einer ersten Abfrage unter den BA-Mitgliedsverbänden ergeben haben und die durch eine weitere Abfrage noch ergänzt werden, hat der Arbeitskreis einen strategischen Ansatz zum Austausch mit der Politik und anderen Glücksspielanbietern entwickelt. Mit einem Signal der Geschlossenheit folgte das BA-Präsidium einstimmig der Beschlussvorlage des Arbeitskreises und beauftragte diesen, seine hervorragende Arbeit fortzuführen und im nächsten Schritt eine Dialogplattform zum Gedankenaustausch mit Suchtforschung, Prävention, Politik und anderen Glücksspielanbietern in Deutschland konzipieren.

 

Erfreulich ist, dass die bisherige Positionsabfrage unter den BA-Mitgliedsverbänden eine hohe Übereinstimmung in vielen Sachfragen gezeigt hat und somit eine starke Basis für den künftigen Dialog mit Politik und Gesellschaft bilden wird. Die BA-Mitgliedsverbände äußerten sich hierbei u.a. zu den Themen Zertifizierung, Vollzugsdefizit und Kampf gegen das illegale Spiel, Härtefall, Werbung und bezüglich der Positionierung zu anderen Glücksspielformen.

 

Die Positionen des BA werden darüber hinaus in eine gemeinsame Positionsfindung innerhalb der DAW Eingang finden. Mit dieser Initiative, einer strukturierten und stringenten Arbeitsweise möchte der BA gemeinsam mit den anderen Spitzenverbänden eine vertrauensvolle und zielführende Debatte innerhalb des Dachverbands anstoßen und gleichzeitig als Agendasetter das Thema weiter forcieren.

 

Im weiteren Verlauf tauschte sich das BA-Präsidium über den aktuellen Sachstand im Vorgehen gegen illegale Spielangebote aus. Die Vertreter der Landesverbände berichteten anschließend noch über aktuelle Entwicklungen in ihren Bundesländern und über anhängige Rechtsverfahren.

 

An die Präsidiumssitzung schloss sich der weihnachtliche „Treff in der Brauerei“ an, zu dem die Verbände des gewerblichen Automatenspiels traditionell einladen. In festlichem und zugleich gemütlichem Ambiente läutete dieser die Adventszeit stimmungsvoll ein und bot den Teilnehmern gleichzeitig die Möglichkeit für Gespräche mit zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und aus der Medien-Szene.

 

Die nächste BA-Präsidiumssitzung wird Mitte Februar 2016 in Berlin stattfinden.

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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