Herbstversammlung des BAV

Ehrenkodex für BAV-Mitglieder beschlossen

Traditionsgemäß startete die Mitgliederversammlung des Bayerischen Automaten-Verbandes e.V. (BAV), die am 10. November 2015 stattfand, ein paar Minuten später. Denn viele Unternehmer nutzten schon vor Beginn der Versammlung die Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen und auch der Vorstand ließ es sich nicht nehmen, seine Mitglieder persönlich zu begrüßen. Die Sitzung fand das erste Mal im schönen mittelfränkischen Städtchen Ansbach statt.

Nach der Begrüßung der Gäste berichtete der 1. Vorsitzende, Andy Meindl, über aktuelle Branchenthemen und setzte sich dabei auch mit der BA-Vorstandsarbeit auseinander. Warnend mahnte er, dass vor lauter Tagesgeschäft nicht aus den Augen verloren werden dürfte, was tatsächlich hinter aktuellen Entwicklungen stehe. Zitat: „Schauen Sie sich mal in den Nachbarländern um, wenn erst die Video-Lotterie-Geräte (VLT) kommen, dann ist die Zeit des klassischen Automatenunternehmers endgültig vorbei.“ Die Beteiligung an einer Umfrage zu Positionen innerhalb des DAW, die durch die Bearbeitung eines Fragebogens der Unterstützung für demokratische Entscheidungsprozesse dienen sollte, lehnte der BAV-Vorstand ebenso ab, wie den Erwerb der Immobilie „Haus der Automatenwirtschaft“. Die Teilnehmer der Versammlung folgten einstimmig beiden Empfehlungen des BAV-Vorstandes.

Andy Meindl rief seine Mitglieder auf, sich aktiv beim Kampf gegen illegales Spiel zu beteiligen. Jeder solle mithelfen, die schwarzen Schafe vom Markt zu fegen.

Zur Spielverordnung referierte RA Christian Szegedi, Justitiar des BAV. Hier ging es in der Hauptsache um die Neuerungen zu technischen Sicherungsmaßnahmen in der Gastronomieaufstellung. Aber auch die Stellungnahmen zu den Verfassungsbeschwerden zum Glücksspielstaatsvertrag wurden von Szegedi erläutert. Schließlich informierte er die Verbandsmitglieder über das Bayerische Landesspielhallengesetz und riet allen Unternehmern, sich mit dem Thema Härtefall zu beschäftigen.

Hinsichtlich des Sozialkonzeptes informierte er über die Anpassung an eine Mustergliederung, welche vom Innenministerium vorgegeben wurde. Diese Neuerungen werden den Mitgliedern zur Verfügung gestellt.

Der 1. Vorsitzende berichtete anschließend von der abgeschlossenen Schulung zum Sozialkonzept-Beauftragten, die er zusammen mit Petra Höcketstaller (2. Vorsitzende des BAV), sowie den BAV-Mitgliedern Eduard Steubl und Manuel Schader erfolgreich abgeschlossen hat. Hierzu bietet die AWI mehrtägige Kurse in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. (eva) an. „Damit wird eine höhere Kompetenz im Umgang mit dem Thema Prävention erreicht. Wir waren gerne die ,Versuchskaninchen‘, nun seid ihr dran. Nutzt solche Angebote. Neben dem Wissenszuwachs gibt es auch eine gesellschaftliche Komponente. Außerdem bieten solche Treffen angenehme Möglichkeiten, den Kollegenhorizont zu erweitern.“, so Meindl.
Manuel Schader präsentierte dazu anschließend seine Projektarbeit zum Thema Mitarbeiterbelehrung, Sozialkonzept und Suchtprävention.

Eine äußerst positive Aktion stellte die unermüdlich wirkende 2. Vorsitzende des BAV, Petra Höcketstaller, vor – den Präventionstag. Sie erläuterte Abläufe, gab Empfehlungen für den Teilnehmerkreis und machte die Unternehmer vor allem mit den Zielen eines solchen Tages vertraut: „Diese Veranstaltung soll Transparenz und Bewusstsein für das Thema Prävention schaffen.“, so Höcketstaller. Flankiert wurden die Ausführungen vom Hersteller und Aufstellunternehmer sowie langjährigen BAV-Mitglied Anton Schmid, der in seinem Betrieb ebenfalls einen erfolgreichen Präventionstag durchgeführt hatte. Schmid: „Diese Veranstaltungen sind für die Beziehung zur Kommunalpolitik, Verwaltung und Medien ein voller Erfolg und unbedingt nachahmungswert.“

Andy Meindl widmete sich sodann dem Themenfeld Zertifizierung. Der BAV, den man zu Recht in diesem Thema als Vorreiter bezeichnen kann, sieht für seine Mitglieder, die sich zertifizieren lassen, einen wichtigen Beitrag um die Betriebe über 2017 hinaus lebensfähig zu erhalten. Die Akzeptanz für die TÜV InterCert-Saar-Zertifizierung am Markt steige kontinuierlich. Bisher wurden 217 Spielhallen und 3 Gastronomiebetriebe geprüft. Die Nachfrage ist hoch und die Anmeldeliste geht weit in das Jahr 2016 hinein. Interessant ist, dass sich große und kleine Betriebe gleichermaßen einer Zertifizierung unterziehen.
Andy Meindl informierte außerdem, dass der Kreis des wissenschaftlichen Beirats der TÜV InterCert-Saar-Zertifizierung erweitert wird. Demnach sollen Experten aller Kontinente in der Wissenschaftler-Gruppe vertreten sein. Meindl wies auch auf die Workshops „Fit for TÜV“ hin. Hier werden Unternehmer auf die Zertifizierung vorbereitet. In Bayern findet die Veranstaltung am 10. Dezember 2015 in Nürnberg statt.

Einen wichtigen Beitrag zur Sitzung lieferte Thomas Kießling, Schatzmeister des BAV und 1. Vorsitzender des Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V.
Er präsentierte den Vorschlag des BAV-Vorstandes, für BAV-Mitglieder den Ehrenkodex des Automatenaufstellunternehmers einzuführen. Damit möchte der BAV den Berufsstand der Aufstellunternehmer in Bayern unterstützen und für ein positives Bild in der Gesellschaft sorgen. BAV-Mitglieder gehen damit die Verpflichtung ein, im eigenen und im Interesse der Kollegen stets nach den Regeln des Ehrenkodex zu handeln, diesen zu verinnerlichen und allen neuen Mitgliedern nahe zu bringen. Ehrenkodex beim BAV heißt auch: Einhaltung der Gesetze, gelebte Prävention, Offenheit und Ehrlichkeit sowie Bekenntnis zum freien Wettbewerb. Meindl hierzu: „Der BAV genießt ein hohes Ansehen in Politik und Verwaltung. Dies kommt nicht von ungefähr und ist für die Zukunft nicht unerheblich für die Gespräche die wir führen. Es darf nicht sein, dass es ,schwarze Schafe‘ unter den BAV-Mitgliedern gibt und auch aus diesem Grund wollen wir uns dem Kodex unterwerfen.“
Die Mitgliederversammlung stimmte dem BAV-Vorstand einstimmig zu.

Simone Storch, Geschäftsführerin des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA), begrüßte diese Initiative außerordentlich und freute sich über die Bereitschaft der Mitglieder diesen Schritt zu gehen. In ihrem Beitrag informierte sie die Unternehmer über den dreijährigen automatenspezifischen Ausbildungsberuf.

Nach der Mittagspause gab Dirk Hofmann von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) einen kurzen Überblick über Arbeitsbereiche der VBG in der Bundesrepublik und stellte berufsgenossenschaftliche Präventionsaufgaben vor. Er mahnte an, dass bei allen Spielerschutzmaßnahmen auch die Belange der Mitarbeiter berücksichtig werden müssen. Wichtig sei bei allen Regelungen, dass mit Augenmaß vorgegangen würde.

Als weiterer Gast war der Präsident des Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern e.V. (BDS), Marco Altinger, zugegen. Er stellte die  Verbändekooperation mit dem BAV vor. Beide Organisationen stehen für eine starke Interessensvertretung und sehen in Zeiten der Regelüberflutung und Bürokratie enorme Aufgaben vor sich.

Der Messestand für den bevorstehenden CSU-Parteitag am 20. und 21. November 2015 in München wurde ebenso vorgestellt.

Gegen Ende der Veranstaltung präsentierte Petra Höcketstaller den aktualisierten „Bayerndialog“. Diese Broschüre ist ein äußerst erfolgreiches Kommunikationsmittel, das auf große Resonanz in Politik und Verwaltung stößt.

Auch zur Frage „Was kommt nach 2017“ diskutierte der BAV-Vorstand mit seinen Mitgliedsunternehmen. RA Szegedi gab hierzu, vor allem hinsichtlich der Beantragung einer glücksspielrechtlichen Erlaubnis, eine Reihe von kompetenten Informationen.

Die vielgestaltige Sitzung bot durch Themenvielfalt und interessante Gäste einen hohen Informationswert. Wieder einmal bewies der BAV-Vorstand, dass er hervorragende Verbandsarbeit leistet.

Mit freundlichen Grüßen

Simone Storch
Geschäftsführerin

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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